Artenara Gran Canaria
Artenara (1219 Meter, 2100 Einwohner)
Das höchstgelegene Dorf der Insel, mit Höhlenwohnungen, die durch weiße Hausfassaden verdeckt sind. Artenara liegt vor einer eindrucksvollen Bergkulisse am Rand des zentralen Gebirgsmassivs, auf das Sie vom Höhlenrestaurant »La Silla« einen großartigen Blick haben. Auch die Cueva lglesia (Höhlenkirche) lohnt einen Besuch. (Hotel: Parador de la Silla, Apartments. Restaurants: La Silla; El Puerto, mit Schwimmbad.) Hinter Artenara führt die Straße entlang der Montaria del Brezo und vorbei an zwei Pistenabzweigungen und der Casa forestal (Forsthaus) auf den dicht mit Pinien bestandenen Bergrücken des Tamadaba (1450 Meter). Der Pinar de Tamadaba (Pinienwald von Tamadaba) mit besonders schönen Exemplaren der kanarischen Kiefer, deren hartes, harzreiches Holz über Jahrhunderte für die Insel eine wichtige Rolle spielte, ist ein schönes, schattiges VVander- und Erholungsgebiet, das immer wieder großartige Ausblicke auf Berge und Felsen, auf die Westküste und den Steilabfall des zwischen Meer und Tämadaba liegenden Risco Fanegue (1086 Meter) bietet. Etwa 10 Kilometer nach Artenara endet die Straße. Die Montatla del Brezo und der Tamadaba bilden gewissermaßen die Wasserscheide zwischen dem Barranco de Agaete im Norden und dem Barranco de la Aldea im Süden, an deren oberen Ausläufern jeweils einige Stauseen, die Sie auf von der Straße abzweigenden Pisten (s. o.) erreichen können, die Wasserzufuhr regulieren. Die nach Norden führende setzt sich in einem Weg fort, auf dem Sie in den Barranco de Agaete kommen. Die Piste nach Süden passiert zunächst den obersten Stausee, La Candelaria, und führt dann weiter steil und serpentinenreich hinunter zu den Stauseen El Parralillo und Caidero de las Nirias und in den Barranco de la Aldea nach San Nicoläs de Tolentino oberhalb der Westküste. Für den Rückweg vom Pinar de Tamadaba nehmen Sie die gleiche Straße, die Sie gekommen sind und von der aus Sie auf schmaler, aussichtsreicher Gebirgsstraße (6 Kilometer, Abzweigung s. o.) den Hochpaß Cruz de Tejeda erreichen können. Von der Kreuzung Cueva Corcho geht es nun in 6 Kilometern kurvenreicher Fahrt hinauf auf den Hochpaß Cruz de Tejeda (1450 Meter, 42 Kilometer von Las Palmas), dem ein Steinkreuz mit schöner Christusfigur auf hohem Sockel seinen Namen gab. Es steht vor dem staatlichen Parador de Turismo, von dessen Terrasse Sie einen umfassenden Blick auf die grandiose Felslandschaft des Gebirgsmassivs haben. Die Straße führt von hier in vielen Windungen hinunter zum 5 Kilometer entfernten Gebirgsdorf Tejeda (968 Meter, 4100 Einwohner), eingebettet in Felsmauern und zu Füßen des Roque Bentaiga (1300 Meter), eines alten Guanchenheiligtums.