Nach San Bartolome de Tirajana (25 Kilometer) und zur Südküste
In Tejeda (s. o.) beginnt eine unbefestigte, kurvenreiche Bergpiste (C815(, von der nach etwa 5 Kilometern rechts ein Fahrweg zum Bogue Bentaiga (s. o.) inmitten einer gigantischen Landschaft abzweigt. Nach dieser Abzweigung führt die Bergpiste am oberen Ausläufer des Barranco de Siberio entlang, der sich weit unterhalb mit dem Barranco de la Aldea vereinigt, und umrundet das Massiv des Bogue Nublo (1700 Meter). Kurz vor und etwa 2 Kilometer nach dem Weiler El Montation zweigen rechts Fahrwege ab, die durch einsame Berglandschaften und vorbei an einigen Stauseen nach Mogän (23 Kilometer) oberhalb der Südwestküste und nach Maspalomas (ca. 40 Kilometer) an der Südküste führen. Bleiben Sie lieber auf der C 815. Sie führt am steilen Südhang des Pozo de las Nieves (1980 Meter, s. o.) entlang und über den Lomo de Vera in aussichtsreichen Serpentinen hinunter nach San Bartolome de Tirajana (800 Meter, 15700 Einwohner), dessen fruchtbare Umgebung in wirkungsvollem Kontrast zu den kahlen Felshängen steht. Von hier führt eine kleine Straße nach Süden über Fataga nach Maspalomas. Die C 815 windet sich nun in zahlreichen Kurven hinunter in den Barranco de Tirajana, der in der riesigen, von Felswänden umgebenen Caldera gleichen Namens beginnt, einem Kraterkessel, der in seinen Ausmaßen nur von den Cahadas (Insel Tenerife) und der Caldera
nung lebte, charakterisierte sie als »tempestad petrificada«, als »zu Stein erstarrtes Unwetter«, am zutreffendsten. Auf Felskegeln erheben sich der 80 Meter hohe Basalt-Monolith des Roque Nublo (1700 Meter), das Wahrzeichen von Gran Canaria, mit dem Fraile (Mönch) und der Bogue Bentaiga (s. u.). Der Blick geht hinüber zum Pozo de las Nieves (Schneebrunnen, 1980 Meter), dem höchsten Berg der Insel, und über dem Horizont erhebt sich das Dreieck des Pico del Teide (3718 Meter) von Tenerife. de Taburiente (Insel Palma) übertroffen wird. Nahebei erheben sich die Fortalezas (Festungen), gewaltige, senkrechte Felsblöcke, die wie römische Mauern wirken. Kurz darauf 17 Kilometer von San Bartolome) kommen Sie nach Santa Lucia (650 Meter, 12000 Einwohner), mitten im Grünen und von schlanken Palmen umstanden und wie Bartolome vor einer malerischen Felskulisse gelegen. Im Ort gibt es eine kleine Kirche mit moscheeähnlicher Kuppel und ein typisch kanari- sches Restaurant (»Hao«) mit einer kleinen Privatsammlung von Guanchenfunden. Bekannt sind die Liköre, die in Santa Lucia hergestellt werden. Hinter Santa Lucia Abzweigung einer Piste nach Cruc de Sardina an der Südstrecke. Auf der auch weiterhin kurvenreichen, aber nun guten Straße C 815 erreichen Sie über Temisas (Guanchen- kultstätte) nach 15 Kilometern Agüimes, von wo Sie über Telde nach Las Palmas zurückfahren können (siehe »Südstrecke«). Auf dem Rückweg biegen wir bei der zweiten Straßeneinmündung nach rechts in Richtung San Mateo ab und folgen nun einer der tiefsten Schluchten von Gran Canaria, dem Barranco de la Mina, dessen Hänge mit unzähligen Terrassenäckern bedeckt sind. Der kleine Ort Las Lagunetas, den wir auf unserem weiteren Weg durchfahren, ist der Obstgarten der Insel. Durch den Barranco de los Toros fällt die Straße ab. Neben Eukalyptusbeständen sieht man Edelkastanien und eine Anzahl von Orangenpflanzungen. Die Früchte sind vorwiegend für den Export nach England bestimmt. Wir kommen nun nach San Mateo 1650 Meter, 8.500 Einwohner), einem landwirtschaftlichen Zentrum (gutes Obst, Wein, Gemüse). Jeden Sonntag wird hier Viehmarkt abgehalten. In der Kirche befindet sich ein Standbild des San Mateo aus dem Jahre 1652. Im Ort Stra- ßenabzweigungen nach Norden (Teror, 15 Kilometer) und Südosten (Telde, 22 Kilometer).