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Gran Canaria

Mai-28-2008 By admin

Ein dichtes Straßennetz prägt vor allem den Norden und Nordosten der drittgrößten der Kanarischen Inseln (nach Teneriffa und Fuerteventura), Gran Canaria. Von der Hauptstadt Las Palmas bis zu den Urlaubszentren von Playa del Ingles, Maspalomas und San Agustin führt eine Autobahn die Ostküste hinunter. Eine schnelle Verbindung vom Flughafen, der an dieser Straße liegt, zu den Zentren im Süden ist somit ebenfalls gewährleistet.
Die Autobahn wird ab Maspalomas normale Verkehrsstraße und führt ganz um die Insel herum wieder zur Hauptstadt. Das ist auch die einzige Straße, die man sich für die Erkundung des Südwestens von Gran Canaria merken muß. Eine weitere Straße verbindet den Süden über San Bartolome de Tirajana mit Cruz de Tejeda im Zentrum.
Die meisten Menschen leben im Nordosten von Gran Canaria. Gute Straßen verbinden die vielen versteckten Dörfer in den Schluchten und seichten Tälern. Waldwege, die besonders vorsichtiges Fahren erfordern, wie im Norden von La Palma, in weiten Teilen von El Hierro und La Gomera, Sandpisten wie auf Fuerteventura oder Lanzarote gibt es hier fast nicht.
Las Palmas
Das Herz Gran Canarias schlägt im Nordosten. Einer der größten Häfen Europas, Puerto de la Luz, verbindet seit dem 19. Jahrhundert Amerika, Europa und Afrika. Las Palmas birgt Schrecken und Reize einer Großstadt: erhebliche soziale Gegensätze von reich bis arm. Staus auf den Straßen, Unterhaltung am laufenden Band an der viele Kilometer langen Uferstraße und eine hohe Kriminalitätsrate. Glück hat noch der, für den eine wachsame Hausfrau Zeter und Mordio schreit, wenn ein paar lässige Jugendliche sich am Mietwagen zu schaffen machen.
Las Palmas ist Museumsstadt, Hauptstadt der Provinz Las Palmas de Gran Canaria, die Gran Canaria, Fuerteventura und Lanzarote umfaßt. Eine der größten Kathedralen wurde hier errichtet und religiöses Zentrum eines Molochs, der sich von Nord bis Süd über elf Kilometer erstreckt — größtenteils entlang der Avenida Maritima del Norte und del Sur — und über 360 000 Einwohner zählt. Die

Sehenswürdigkeiten liegen soweit auseinander, daß man sie am besten mit einem Leihwagen, Taxi oder mit Hilfe der städtischen Reisebusse erkundet. Am übersichtlichsten zeigt sich die Stadt frühmorgens am Sonntag. Dann kann man sie in Ruhe kennenlernen und erspart sich das Chaos auf den Straßen:
Dem Hafen schließen sich nördlich der drei Kilometer lange Strand Las Canteras und südlich der Strand Alcavaneras an, zwei der wichtigsten Anziehungspunkte für den Fremdenverkehr der Stadt. An der Hafenpromenade reihen sich Hotels, Diskotheken, Läden und Basare.
Die Schlucht Barranco Guiniguada teilt Las Palmas in einen jüngeren und modernen Norden und den älteren und nobleren südlichen Stadtteil, die Vegueta. Die ersten, die hier anlandeten, waren Spanier unter der Führung des Generals Juan de Rejon, der von hier aus 1478 in das Landesinnere vordrang und Gran Canaria schließlich eroberte. Juan de Rejon begann den Aufbau von Las Palmas 1478 mit der Gründung der Villa Real de las Palmas (heute: Vegueta) in einem Palmenhain des rechten Barranco-Ufers.
Vier große Bronzehunde, halb Dogge, halb Jagdhund, stehen seit dem 15. Jahrhundert auf der Plaza Santa Ana vor der Kathedrale gleichen Na-
mens. Mit dem Bau der Kirche wurde 1497 begonnen. 1570 unterbrachen die Handwerker ihre Arbeit. Das Gebäude mit den drei gewölbeartigen Schiffen, getragen von schlanken Säulen, enthält gotische und neoklassizistische Elemente. Neben der Eroberungsfahne sind im Inneren wertvolle Gemälde und Skulpturen aus dem 15. und späteren Jahrhunderten zu sehen.
Die Kathedrale Santa Ana steht im Stadtteil Vegueta. Ebenfalls in der Altstadt zieht an der Ecke Calle Dr. Chil und Calle Dr. Verneau das Museo Canario anthropologisch und archäologisch interessierte Reisende an. Im größten Museum der Kanarischen Inseln werden auch präparierte Exemplare der als ausgestorben geltenden Riesenechse Lacerta simonyi gezeigt, die 60 cm lang werden kennte. Das Museum hat montags bis freitags von 10 bis 13 Uhr und von 16 bis 19.30 Uhr, samstags von 10 bis 13 Uhr und sonntags von 10 bis 14 Uhr geöffnet. Eintritt umgerechnet 4,50 DM.
Das Kolumbus-Haus, Casa de Colon, befindet sich hinter der Kathedrale in der Calle Colon 1. Das heutige Museum erinnert an die Amerika-Reise des großen Entdeckers, der vermutlich nie hier gewesen ist. Alte Seekarten und Bordinstrumente aus dem 15. Jahrhundert gehören zu den Exponaten, ebenso Werke von bedeutenden kanarischen Malern wie Veronese und Divino Morales.

Das Teatro Perez Galdoz (1400 Sitzplätze) an der Calle Bravo Murillo wurde dem berühmten kanarischen Schriftsteller gewidmet, der 1843 in Las Palmas geboren wurde und bis 1920 lebte. Er verfaßte die „Episodios Nacionales" und hinterließ fast 400 Zeichnungen. In dem Theater werden im Sommer vor allem Opern aufgeführt. Das Geburtshaus von Perez Galdos in der Straße Cano 30, nahe dem Theater, ist heute Museum. Die Hauptgeschäftsstraße von Las Palmas ist die Calle Mayor de Triana im benachbarten Stadtteil San Telmo. Internationale Firmen mit Luxusklei- dem, Fachgeschäfte und Warenhäuser haben sich hier niedergelassen. Die Calle Mayor de Triana findet man parallel zur Avenida Maritima del Sur auf der Höhe der Muelle de las Palmas.
Der Norden von Las Palmas zwischen Vegueta und Isleta:
Im Fischerhafen Muelle Santa Catalina befindet sich auch der Parque Santa Catalina. Hier gibt es zahlreiche Cafös, Bars, Basare, Kioske, fliegende Händler und die Haltestellen der drei Hauptbuslinien von Las Palmas (Ecke Calle Leon y Castillo). Die Casa del Turismo, das Informationszentrum für Reisende, befindet sich
ebenfalls hier, und zwar neben den Zapfsäulen der kleinen Tankstation. Am Anfang der Isleta, wenn man den Isthmus auf der Straße Leon y Castillo überschreitet, steht das Castillo de la Luz, die Festung des Lichtes. Das Castillo diente im 15. Jahrhundert als Ausgangspunkt für die Eroberung der Insel und schützte über 200 Jahre die Stadt vor den Angriffen räuberischer Segler aus Holland und England. Inzwischen hat sich in der Nachbarschaft fischverarbeitende Industrie angesiedelt.
Über die Hauptstraße Leon y Castillo läuft man zur Gartenstadt Ciudad Jardin und dem Parque Doramas, der nach dem letzten Guanchenführer dieser Insel benannt wurde. Hier liegt auch das Luxushotel „Santa Catalina" mit seiner aufwendigen Architektur im kanarischen Stil. Es wurde 1953 gebaut. Seit dem 15. Dezember 1987 wurde ein neues Spielcasino angeschlossen. Auf 800 qm bedienen 60 Croupiers Spieltische aus England. Das Spielcasino einzurichten kostete fast sechs Millionen DM. Im Pueblo Canario im Parque Doramas werden jeden Sonntag von 11.45 bis 1314 Uhr und Donnerstag von 17.30 bis 19.30 Uhr kanarische Tänze und Lieder aufgeführt. Die Dauerausstellung im Museo Nestor, ebenfalls Pueblo Canario, zeigt Gemälde des Nestor de la Torre (1887

Von Tafira bis Fataga
Gran Canaria mit dem Auto kennenzulernen heißt, immer wieder in das Einzugsgebiet von Las Palmas zu gelangen. Wer sich in fremden Großstädten nicht schnell orientieren kann und tagsüber mit der Fähre ankommt, sollte die Stadt auf dem schnellsten Wege verlassen. Und
das ist der über die Autobahn. An den Ampeln der Avenida Maritima versuchen Zeitungsverkäufer, ihre Blätter loszuwerden und stürzen sich auf die wartenden Autos. Andere drängen sich mit ihren Wassereimern auf und putzen von Rot bis Grün die Fensterscheiben. Schwarze Schafe darunter greifen blitzschnell ins Wageninnere und machen sich dann mit dem Fotoapparat oder der Geldbörse des verblüfften Fahrers davon.
Nicht jeder will Übles, und viele sind gezwungen, sich durch solche Dienstleistungen auf der Straße den Unterhalt zu verdienen. Vorsicht ist jedoch angeraten.
Die Uferstraße führt südlich an Hotel- und Bürotürmen vorbei auf die Autobahn. Vor der Kathedrale sieht man rechts eine breite Straße, die unter einer Brücke hindurchführt. Hier biegt man rechts ab Richtung Tafira. Tafira gliedert sich in eine Ober- (Alta) und eine Unterstadt (Baja), die südwestlich von Las Palmas durch die Straße 811 miteinander verbunden sind. Aufgrund ihrer Nähe zur Hauptstadt und der damit verglichen ruhigen Lage haben sich hier vor allem Ärzte, Kaufleute, Hoteliers und Rechtsanwälte niedergelassen. Rechts der Straße 811 (Kilometermarke 7) wachsen im Jardin Botanico
Viera y Clavijo, dem botanischen Garten zwischen Tafira Alta und Ba- ja, ungewöhnliche Exemplare der makronesischen Flora, die in weiten Bereichen Gran Canarias längst ausgestorben sind. Aber es gibt hier auch Pflanzen von den Azoren, von Madeira und den Kapverden. Öffnungszeiten: Montag bis Freitag 8 bis 17.30 Uhr, Samstag von 8 bis 12 Uhr und von 15 bis 19 Uhr. Eintritt frei. Gleich hinter Tafira Alta führt links eine Straße zum Monte Cuello, besser bekannt unter Caldera de Bandama. Den Krater des Vulkanes von Bandama sieht man rechts der Straße. Sein Durchmesser: 600 m, die Tiefe: 200 m. Auf dem Grund des Kraters hat sich ein Bauer eine Einsiedelei geschaffen, die auf der Welt ihresgleichen suchen dürfte. Vor dem Bauernhof sind die Felder und ein paar winzig aussehende Kühe oder Ziegen zu sehen. Spötter meinen, dort unten wohne ein Verkehrspolizist, der früher auf den Straßen von Las Palmas Dienst tun mußte und sich jetzt dem Rest der Welt durch seine Wohnungswahl entzieht.
Die Straße führt am Krater vorbei hinauf zum 569 m hohen Pico de Bandama und um dessen Gipfel herum. Man fährt von hier aus den gleichen Weg wieder zurück Richtung Tafira Alta. An dem Schild „La Atalaya" geht es links ab zum Golfplatz von
Bandama. Der Golfclub ist über die Telefonnummer 35 12 90 zu erreichen.
Auf einer Strecke von 5679 Metern werden 18 Löcher auf Spezialrasen, Par 72 gespielt.
An der nächsten Kreuzung biegt man rechts auf die Straße GC 380 Richtung Santa Brigida und fährt über die Schlucht Barranco de la Cruz nach La Atalaya. In diesem hoch liegenden Dorf soll das Töpfern sehr weit verbreitet sein. Und zwar werden die Keramiken noch mit Methoden der Guanchen hergestellt. Die Ureinwohner kannten keine Töpferscheiben, sondern zogen ihre Töpfe aus einem Klumpen rötlichen Ton mit Holzstäben hoch, strichen anschließend die Wände glatt und brannten die Gefäße.
Die Lage La Atalayas zeichnet es als einen Verteidigungsplatz aus, wie der Name schon andeutet. Von hier aus waren die umliegenden Ebenen zu überblicken, und Feinde, gleich ob Guanche, Spanier oder Räuber, konnten schon von weitem gesehen werden.
An der Straße 811 fährt man wieder rechts Richtung Las Palmas und auf Höhe des Botanischen Gartens links. Nach drei Kilometern erreicht man eine Kreuzung und biegt links ab auf die Straße nach San Lorenzo. Es ist einer der schöneren und beschaulicheren Vororte,

die man so dicht an der Großstadt Las Palmas nicht vermutet. Die verwinkelten Gassen laden zu einem Spaziergang ein, wobei man seinen Wagen am besten an der großen Plaza rechts der Hauptdurchgangsstraße neben der Bar „San Lorenzo" oder „Rivero" abstellt. Ein Lorbeerbaum überschattet die gesamte Plaza.
Die Straße GC 200 führt über eine Schlucht nach Tamaraceite. Der Ort wirkt sehr arm und vernachlässigt im Vergleich zu dem Wohlstand, den Las Palmas und die Ferienzentren im Süden der Insel zeigen. Tamaraceite gehört zum unterentwickelten Teil des Gebietes um die Hauptstadt. Essen und Trinken: Pizzeria „Da Massimo" und Bar-Restaurante „Herradura", beide an der Straße Cruz de Olcajo.
In Tamaraceite hält man sich links und fährt auf die Straße 813, die nach Arucas führt, biegt aber gleich erneut links ab auf die 817 nach Südwesten. Rechts im flachen Tal sieht man den Stausee Presa de Tenoya. Eukalyptusbäume säumen die Strecke. Auf den Terrassenfeldern wachsen Gemüsesorten, Zitrusfrüchte, aber auch Feigenkakteen und Agaven, Schlingpflanzen an den Wänden der Häuser von Miraflor.
Schließlich erreicht man den Wallfahrtsort Teror, in dessen Zentrum die Basilika mit der berühmten Madonna Nuestra Se/lora del Pino steht, die Schutzpatronin von Gran Canaria. Der Legende nach erschien die Madonna am 8. September 1481 in der Krone einer Pinie. Ihr Mantel funkelt vor Juwelen und Perlen, Geschenke von Gläubigen dieser Stadt. Einer der prominentesten Besucher der Basilika war 1934 Papst Pius XII. Weniger gern gesehen war seitdem eine Gruppe von Kirchenräubern, die der Statue einige ihrer kostbaren Schmuckstücke stahl.
Andenkenläden reihen sich am Rande der Plaza vor dem Gotteshaus aneinander. Vor allem gestickte Decken und Spitzenarbeiten werden verkauft. Direkt an der Plaza hat auch der Maler Georg Heidrich seinen Bilderladen. Da die meisten Urlauber wenigstens einen Abstecher nach Teror machen und an Georg Heidrich vorbei gehen, kann er mit Recht behaupten, einer der bekanntesten deutschen Maler im Ausland zu sein. Heidrich lebt seit den 1950er Jahren auf Gran Canaria.
Zwischen der Galerie Georg Heidrichs und der Basilika wurde in einem Haus aus dem 17. Jahrhundert das Casa Museo de Nuestra Setiora del Pino eingerichtet. Der Eintritt
in das einzige Heimatmuseum kostet umgerechnet 75 Pfennig.
Weitere Sehenswürdigkeiten in Teror: der Bischofspalast, das historische Rathaus, das Zisterzienser- und das Dominikanerkloster im Stadtzentrum nicht weit von der Basilika entfernt. Die Basilika ist ausgeschildert.
Essen und Trinken:
Restaurant „Eidetesa", links vor dem Ortseingang, wenn man von Miraflor auf Teror zufährt. Ein abgelegenes Lokal, in dem man gerade deswegen ungestört seine Mahlzeit oder einen Imbiß einnehmen kann.
Restaurante „San Matias"; kurz nach dem Ortsausgang nach Arucas, Tel. 63 07 65.
Von Teror fährt man nun weiter Richtung Arucas und erreicht dann nach ca. drei Kilometern die Kreuzung am Restaurant und der Discothek „Meson Los Chorros". Die Straße führt rechts über drei Kilometer bis Firgas, links Richtung Cruz de Tejeda am Aussichtspunkt Mirador de Zamora vorbei. Aus 900 m Höhe schaut man bei schönem Wetter bis zur Küste. Den Aussichtspunkt sollte man sich merken, da an dieser Straße mehrere Restaurants mit sehr guter Küche zu finden sind: „Balcon de Zamora", „Valleseco" und das „Meson Los Roquettes" mit der ungewöhnlichen Fassade aus betonübergossenen
und weiß gekalkten Natursteinen. Letzteres bietet seinen Gästen auch ein Schwimmbad.
Das nächste Dorf heißt Valleseco. Im Zentrum die Kirche San Vincente mit einem Dach aus mehreren Halbkugeln. Sie steht an der Calle Leon y Castillo, an der es auch das BarRestaurante „La Herradura" und die Cafeteria „Micielo" gibt. Die Tankstelle befindet sich an der Ecke zur Calle Juan Narrero Diaz.
Die Straße GC 110 führt weiter nach Süden und Lanzarote. Hier kann man vergleichsweise günstig Lebensmittel einkaufen, und zwar in einem kleinen Laden schräg gegenüber der Autowerkstatt in einer scharfen Rechtskurve. Vor allem die Erdnüsse und Feigen sind empfehlenswert.
An der nächsten Kreuzung hält man sich rechts und fährt über die GC 110 weiter bis nach Artenara, das mit 1200 m am höchsten gelegene Dorf auf Gran Canaria. Ein Großteil der Bevölkerung lebt in Wohnungen, die in das Gebirge gegraben sind. Das Heiligtum Virgen de la Cuevita, die Jungfrau der Höhlen, ist eine Kapelle mit einem Glockenturm aus Vulkangestein, der über dem Schiff aus gleichem Material hinausragt.
Von der Bushaltestelle geht man eine schmale Straße hinauf zum Höhlenrestaurant „Meson la Silla", Haus des Stuhles.
Man betritt es durch einen Tunnel, an dessen Ende unter einem Felsüberhang das Lokal eingerichtet wurde. Wie von einem Balkon blickt man über die weite Landschaft bis hin zu den Basaltblöcken Roque Bentaiga (1404 m), dem heiligen Berg der Guanchen, und dem Roque Nublo (1803 m). Auf letzterem ragt ein 80 m hoher Monolith senkrecht in den Himmel.
Gespeist wird an Holztischen, an die man auf Klappstühlen Platz nimmt. Daher der Name des Restaurants. Menüs: ab 15 DM.
Unterhalb des Höhlenrestaurants, auf der anderen Seite der Hauptstraße, erinnert der Platz neben dem Friedhof an ein griechisches Theater. Um das mittlere Blumenbeet wurden in die Bodenplatten verschiedene Insekten als Zeichen der Achtung vor diesen kleinen Lebewesen stilisiert. Ortsauswärts fährt man geradeaus und zum Gipfel des Las Presas im Kiefernwaldgebiet Pinar de Tamadaba. Etwa zwölf Kilometer sind es ab Artenara bis dorthin. Vom Gipfel aus sollte die Nordwestküste zu sehen sein. Leider versperren dicht- und hochgewachsene Kiefern die Sicht. Von Pinar de Tamadaba fährt man die Straße GC 110 wieder zurück, hält sich hinter Artenara rechts und er-
reicht nach insgesamt über 25 km den markanten Aussichts- und Orientierungspunkt Cruz de Tejeda oberhalb des Pozo de las Nieves im Zentralmassiv des Cumbre. Das namengebende Kreuz von Tejeda ist eine Christusfigur, fast fünf Meter hoch auf einem Podest. Ein Spitzname für Cruz de Tejeda ist „tempestad pertificada", übersetzt: versteinertes Unwetter. Tatsächlich wird Cruz de Tejeda häufig von dicken Wolken eingehüllt, die auch den Blick auf den Roque Nublo, den EI Fraile und den Roque Bentaiga verwehren.
Cruz de Tejeda ist eine Wetterscheide. Wer aus dem heißen Süden kommt, vorher noch mit nacktem Oberkörper im offenen Jeep das warme Wetter genoß, wird sich hier nach einer wärmenden Jacke sehnen. Daß es hier derartig kühl sein kann, damit rechnen viele Reisende nicht. Dabei wurde Gran Canaria schon als „Kontinent im Kleinen" bezeichnet, was nicht nur die vielfältigen Landschaftsformen, sondern auch extreme Temperaturunterschiede einschließt.
Gegenüber dem steinernen Kreuz werden Souvenirs verkauft, doch es gibt auch Obst- und Getränkestände sowie zwei Restaurants: das „El Refugio" und das „Cruz de Tejeda" im staatlichen Hotel. Das Parador Nacional befindet sich 1450 m über dem
Meeresspiegel. Derzeit ist dieser Parador kein Hotel, sondern nur ein Cafe. Es wird kräftig renoviert und vor 1993 soll es nicht als Hotel freigegeben werden.
Unterhalb des Cruz de Tejeda führt die Straße 811 weiter, geht dann jedoch schon bald in die 815 über. Die Straße windet sich entlang der Schluchten, bietet grandiose Aussichten über den „Grand Canyon" von Gran Canaria, dessen nördliche Wände vom Cumbre genannten Bergrücken gebildet werden. Unterhalb dieser Straße liegt rechts das Bergdorf Tejeda, nach dem das Steinkreuz zwei Kilometer zuvor benannt wurde. Auch hier wurden die Häuser nach Art der Guanchen in die Bergwände gebaut, so daß lediglich die Frontmauern zu sehen sind. Entlang der kehrenreichen Straße nach Tejeda wurden Straßenbuchten eingerichtet, damit das Panorama genossen werden kann, ohne daß der Verkehr gefährdet wird.
Hinter der Diskothek „Albatros" kommt man an eine Kreuzung mit einer Tankstelle und einem Kakteenladen, an der es rechts abgeht ins Zentrum von Tejeda. Die Hauptstraße führt an Restaurants vorbei und zur Kirche Nuestra Sehora de Soccoro de Tejeda.
Tejeda lebt von der Landwirtschaft auf Terrassen-Feldern, die gleich den
Häusern in die Hänge gebaut sind. Es wachsen auffallend viele Orangenbäume und Feigenkakteen. Essen und Trinken: Bar-Restaurante „Gaifa", Calle Dr. Domingo Hernandez Guerra. Empfehlenswert für Schweine- und Rindfleischgerichts sowie Landkäse. Menüs ab 20 DM.
Die gleichen Köstlichkeiten wie im „Gafia", auch zum gleichen Preis, kann man im Bar-Restaurante „Tejeda" bekommen.
Telefon: an der Plaza der Kirche Nuestra Seriora de Soccoro de Tejeda. Unterkunft:
Hostal-Residencia „Tejeda" (*), Calle Dr. Domingo Hernandez Guerra 21, Tel. 65 80 55. Sieben gepflegte Zimmer. Einzelzimmer ab 33 DM, Doppelzimmer für ca. 42 DM.
3,5 km hinter Tejeda zeigt ein Schild rechts zum Felsblock Roque Bentaiga und zu den Cuevas del Rey. Nach weiteren 3,5 km erreicht man die Höhlen, die links in die steil aufragenden Felswände gegraben worden sind, ein System, das nahezu dem berühmteren von Cenobio de Valeron bei Gelder gleicht.
Fährt man zur Hauptstraße zurück und weiter nach San Bartolome de Tirajana, so sieht man wieder den schneebedeckten Gipfel des Pico del Teide von Teneriffa.

Die Straße führt nun um den Roque Nublo herum nach Ayacata. An der Kreuzung geht es links zum Pico de las Nieves und zum Cruz de San Antonio, rechts weiter Richtung San Bartolome de Tirajana.
An dieser Straße, ungefähr an der Kilometermarke 69, gibt es mehrere beliebte Ausflugsrestaurants: „Casa Melo" und „El Montanon" und das „El Laurel II" sowie das Grill- Restaurant „La Candelaria" zwischen Kilometer 68 und 67. Der nächste Ort ist La Plata, eine von mehreren kleinen Siedlungen vor San Bartolome de Tirajana. La Plata besteht im wesentlichen aus Restaurants, Andenkenläden und weitverstreuten Bauernhäusern unterhalb einer Felswand. An der Kreuzung im Ort führt links ab eine Straße nach Agualente und zum Risco Blanco, der wie ein riesiger Zuckerhut oder ein weißes Horn aus dem Felsen hervorsticht. Eine Warnung für Passanten: Die Hunde in dieser Gegend haben sich angewöhnt, hinter allem herzurennen und zu beißen, was unbekannte Beine, am liebsten sogar Reifen hat. Zurück zur 811/815 und weiter nach San Bartolome de Tirajana. Die Stadt liegt 850 m hoch, westlich von Santa Lucia und südlich des Pico de las Nieves in einem riesigen Kessel. Der Ort heißt abgekürtz San Bartolome, hat seinen vollständigen Namen je-
doch von der Schlucht Barranco de Tirajana, die den Ort teilt. Die Kirche im Zentrum stammt aus dem 17. Jahrhundert.
Essen und Trinken:
In San Bartolome gibt es verschiedene Restaurants und Bars. Etwas Originelles stellt das „Castillo de San Bartolome" an der Straße nach Fataga dar (Carretera Fataga 560, Tel. 79 82 25). Im feschen Rittersaal soll man nach Art der gepanzerten Krieger längst vergangener Zeiten vespern können. Empfohlen werden kann das Castillo vor allem für ein Frühstück. Schon für unter 5 DM gibt es wie zuhause Kaffee, Brötchen und Marmelade.
Unterkunft:
Pension „Monzon", Tel. 79 80 84, an der Hauptstraße, ca. 20 DM pro Person, nur 2 Zimmer mit Küche. Pension „Nr. 10", an der Hauptstraße Nr. 10, Tel. 79 81 72, ab 20 DM. Ohne Küche.
San Bartolome de Tirajana ist die letzte, über Jahrhunderte gewachsene und größte Stadt nördlich vor Maspalomas. Eine kurvenreiche Strecke führt kontinuierlich abfallend zur Küste. Einen kurzen Aufenthalt kann man noch in Fataga einlegen, das fünf Kilometer hinter San Bartolome zu finden ist. Weißgekalkte Häuser, Gärten und die Kirche aus dem Jah-
re 1880 zeugen von dem relativen Wohlstand, den dieses Dorf den nahen Ferienzentren zu verdanken hat. Frühmorgens fahren viele der Bewohner hinunter zur Küste, wo sie ihre Arbeitsstellen haben. Übrigens sollte man sich Fataga merken: Gegenüber der Kirche werden in einem Kunsthandwerksgeschäft („Artesania") Holz-, Korb- und Stoffarbeiten angeboten. Billiger als unten an der Küste.
Essen und Trinken:
Bar-Restaurante „Labrador" und Bar „Perez" (neben dem Andenkenladen); beide Calle de Nestor Alamo. Restaurante „Esmeralda"; drei Kilometer hinter dem südlichen Ortsausgang auf der linken Seite.
Tankstelle: vor dem südlichen Ortsausgang links.
Unterkunft: privat möglich; auf Aushänge achten.
Fataga liegt an der Schlucht Barranco de Fataga, in der hauptsächlich die kandelabergestaltigen Wolfsmilchgewächse Wurzeln gefaßt haben. Der Stausee Presa de Fataga rechts der Straße nach Maspalomas ist ausgetrocknet. Das verdorrte Land findet nur noch eine Steigerung in der wüstenhaften Dünenlandschaft von Maspalomas, in dessen Richtung man vom Mirador de Fataga blickt. Der Aussichtspunkt befindet
sich auf halber Strecke zwischen Fataga und Maspalomas rechts der Straße.
Das Ferien-Dorado: von La Caleta bis Puerto de Mogan
Mit Gran Canaria verbinden Millionen von Menschen Urlaub im Süden der Insel. Playa del Ingles, Maspalomas, Puerto Rico sind Namen, bei denen es sofort klingelt; Dünenstrand, Baden im Meer, Bekanntschaften schließen in Diskotheken und und und. Das eigentliche Urlaubsgebiet von Gran Canaria ist der Süden, die sechzig Kilometer lange Küste zwischen La Caleta im Westen und Puerto de Mogan auf der Seite gegenüber. Hier stehen die meisten Hotels, die im übrigen pauschal gebucht werden sollten, sofern man nicht auf dem einzigen nennenswerten Campingplatz der Kanarischen Inseln zelten möchte.
La Caleta erreicht man aus dem Norden kommend am schnellsten über die Autobahn. Südlich der langgestreckten Stadt Vecindario verläßt man die Autobahn und fährt in eine versteppte Landschaft bis zum sogenannten Castillo de Romeral in La Caleta. Es war eine der ersten Festungen auf Gran Canaria; heute ist

es lediglich ein Stadtteil, dessen ursprüngliche Bedeutung nur noch Grundrißzeichnungen erahnen lassen. Hinter dem Ort beginnen die ersten attraktiven Badestrände, die noch kaum besucht werden. La Caleta liegt zu weit ab vom Schuß. Von hier aus fährt man weiter südlich und dann beim Indianerzelt auf der Höhe des Aero Club de Gran Canaria rechts ab in die Schlucht von Aguila hinein. Am Ende des Barranco wurde Sioux City gebaut, eine Westernstadt mit allen Schikanen, daß Winnetou und Old Shatterhand blaß vor Neid geworden wären: Cowboys und Indianer kämpfen hier ihren ewigen Kampf und geben sämtlichen Klischees recht. Der Barranco heißt stilgetreu auf einmal Canyon, die Hauptstraße Mainroad. Zur Westernstadt gehören eine Kirche, der Friedhof, das Sheriffs-Gebäude mit dem Gefängnis, Stallungen und die Koppeln. Rinderherden werden täglich zur ersten Show um 12 Uhr durch die Mainroad getrieben. Die Bank wird überfallen, ein Stuntman muß seinen Kopf hinhalten, wird gehenkt. Um 18 Uhr beim zweiten Durchgang wird er wieder fit sein.
Sioux City ist von 10 bis 20 Uhr geöffnet, der Eintritt kostet ca. 15 DM, für Kinder die Hälfte. Für etwas weniger kann man im Saloon, der „We-
stern Inn Bar" essen oder gar auf einem der Mustangs reiten.
Auf nach San Agustin, einem Ferienzentrum an einer abwechslungsreichen Küste mit dunklem Sandstrand und bizarren Felsen. Eingeborene sind hier knapp über 1000 registriert. Durch die vielen Urlauber an der Südküste von Gran Canaria hat sich die Zahl der Menschen, die hier leben, jedoch vervielfacht.
Eine Buslinie verbindet San Agustin mit dem fünf Kilometer entfernten Playa del Ingles, das auf der Mitte des langen Sand- und Dünenstrandes zwischen San Agustin und Maspalomas liegt.
Ursprünglich hauptsächlich von Engländern besucht, hieß es noch Los Ingieses. Heute ist es eines der größten Ferienzentren auf den Kanarischen Inseln.
Rund um die Uhr wird Unterhaltung geboten. Der touristische Dreh- und Angelpunkt der Insel verschlägt einem den Atem. Viele Hotels haben gleich eine Diskothek angeschlossen, manche sogar unter freiem Himmel. Vor allem die Avenida de Tirajana, 1200 m vom Sandstrand entfernt, ist belebt.
Einkaufszentren, Supermärkte, Cafes und Kneipen reihen sich aneinander, die bekanntesten sind das „Cita", die „Kasbah" und „Chaparral". Am
Strand herrschen strenge Regeln, auf deren Einhaltung die Strandaufsicht achtet. Große Schilder weisen im übrigen darauf hin, daß am Strand nicht gespielt, gezeltet, gegrillt und Musik gehört werden darf; der Strand soll der ungestörten Erholung aller dienen. Er wird bewacht und regelmäßig gereinigt. Hunde sind daher nicht willkommen.
Nützliche Adressen:
Einkaufen: in den Zentren „CITA", „La Sandia" und in der „Kasbah" gibt es neben Diskotheken und Nachtclubs auch zahlreiche Geschäfte, Kioske und Supermärkte. lberiafTrasmediterranea: „Viajes Canyrama", Edificio Mercurio, Tel. 76 13 41 und 76 18 34.
Liegestühle und Schirme: Die Lizenzen werden regelmäßig an private Vermieter neu vergeben. Die Preise sind daher unterschiedlich. Zur Orientierung: Stühle und Schirme für zwei Personen sollten nicht mehr als umgerechnet 20 DM kosten.
Tretboote: werden am Strand für 20 DM die Stunde vermietet.
Playa del Ingles geht nahtlos über in Maspalomas, dem Ort mit den höchsten Wanderdünen auf den Kanarischen Inseln. Vergleichbares gibt es nur noch auf Fuerteventura (Halbinsel Jandia und Corralejo). Aber Maspalomas war nicht immer so wüsten-
haft. Zu Zeiten der Phönizier und Araber galt es noch als Vogelparadies mit dichten Palmenhainen auf sumpfigen Böden mit Binsen, Rohr und Schilfgras. Selbst vor 20 Jahren soll es noch eine Palmenoase gewesen sein.
Es gibt drei Zentren, die mit dem Begriff Maspalomas verbunden sind: die Dünenlandschaft, die Oasis de Maspalomas mit Leuchtturm und Golfplatz und das dichtbebaute Lagos de Maspalomas, in dem sich auch der 14 000 qm große Vergnügungspark Holiday World befindet. Nur 1,50 DM kostet der Eintritt, für Kinder unter zwölf Jahren frei. Der Park der Attraktionen kostet erst im Inneren Geld.
Wenige Attraktionen sind im Eintrittspreis eingeschlossen. Für andere muß man dann extra zahlen. Mit 27 m steht hier das höchste Riesenrad Spaniens. Piratenschiffe, Autoscooter, eine Krake und die Achterbahn wirken dagegen klein.
Weitere Kurzweil findet man im Barranco de la Data, der ebenfalls zum Einzugsbereich von Maspalomas zählt. Man orientiert sich am besten an den Schildern zum Vogelpark Las Palmitas, um auf dem verwirrenden Straßennetz bis zum Tal zu gelangen. Darin findet man unter anderem einen Go-Kart-Park, mit Imbiß, Cafeteha, Gleitbooten und vor allem flinken Sportwagen.
Fährt man die Schlucht weiter hinein, dann liegt auf der linken Seite gegenüber dem Restaurant „El Alamo" die deutsche Reitschule von Silke Schlüschen. 23 hispano-arabische Pferde stehen für stundenweise, begleitete Ausritte zur Verfügung.
Die Reitschule gehört zum Rancho Park, der daneben eingerichtet wurde. In der dazugehörigen Stierkampfarena kann man seine Torero- Fähigkeiten jeden Sonntag um 18 Uhr an — harmlosen — Rindviechern erproben.
Nach zwei Kilometern hinein in den Barranco de la Data kommt man zum Vogel- und Pflanzenpark Palmitos, der auf den Kanarischen Inseln nur noch mit dem Loro Parque bei Puerto de la Cruz auf Teneriffa verglichen werden kann. Las Palmitos ist eine 22 Hektar große subtropische Anlage mit gepflegten Volieren, blumenbewachsenen Beeten, kleinen Seen und 45 Palmenarten. Ein Querschnitt der gesamten Pflanzenwelt des Archipels wird gezeigt. An den Exponaten sind Namensschilder angebracht, die den Aufenthalt zu einer lehrreichen Wanderung machen. Der Palmitos Park ist täglich von 9 bis 17.30 Uhr geöffnet. Erwachsene zahlen etwa 10 DM Eintritt, Kinder zwischen vier und zwölf Jahren 6,70 DM.
Zum Park fahren regelmäßig zwischen 11.15 und 18.30 Uhr Busse nach Playa del Ingles, zwischen 14 und 18.30 Uhr nach San Agustin und um 13.30 und 17.45 Uhr nach Puerto Rico. Ein Taxi nach San Agustin kostet vom Las Palmitas Park aus umgerechnet 17 DM, nach Maspalomas oder Playa del Ingles zwischen 13 und 14 DM:
Nützliche Adressen:
Ärztliche Versorgung: für Maspalomas/San Agustin, Playa de San Agustin, Tel. 76 27 03 (nur Notdienst). Polizei: Carretera General; Tel. 76 24 18.
Golfclub Maspalomas: Oasis de Maspalomas, Tel. 76 25 81.
Jeep Safaris: Safaris im offenen Geländewagen werden an der Go-Kart- Bahn angeboten. Erwachsene zahlen für die Fahrt etwa 52 DM, Kinder 45 DM. Essen ist im Preis eingeschlossen.
Die gesamte Küste von Maspalomas bis Puerto Mogan weist immer wieder Badebuchten auf, die einen Aufenthalt lohnen. Am besten läuft man die Küste unterhalb der Straße 812 entlang. Nach sechs Kilometern erreicht man EI Pajar, das weniger wegen seines Strandes als wegen der Zementfabrik „Cementos Especiales S.A." bekannt ist. El Pajar liegt zwischen dem Strand und dem unauf-
fälligen Ferienort Arguineguin und Puerto Rico. Wer mit dem Auto unterwegs ist, biegt an der verwirrenden Kreuzung links in den Ort hinein. Es gibt einige Lokale hier und rechts der Zufahrtsstraße zu der Zementfabrik und den Wohnblocks auf einem abgesägten Baum einen Fiat 500. Eine Bucht weiter westlich liegt Arguineguin, der Ort mit sehr teuren Apartmenthäusern auf Gran Canaria: „Aquamarina" (Apartments zwischen 225 und 335 DM) und „Montemarina" (Apartments ab 200 DM). Günstiger wohnt man im „Panorama" in Apartments ab 45 bzw. 55 DM. Puerto Rico erreicht man gleich hinter dem Strand von Patalavaca. Für junge Urlauber ist Puerto Rico Gran Canaria überhaupt. Die junge Stadt entstand um einen alten Fischerhafen, von dem allerdings nichts mehr zu bemerken ist. Wassersportler und Disco-Freunde kommen hier auf ihre Kosten, ebenso Squash-Spieler. Die Strände kann man an der Farbe der Liegestühle unterscheiden, die hier jeden Morgen aufgebaut werden, sofern das Wetter es erlaubt. Und das tut es meistens.
Der Hafen von Puerto Rico bietet über 100 Jachten und Fischerbooten Schutz. Am späten Nachmittag kommen die Sportfischer zurück und präsentieren ihren Fang.
Unterkunft:
Apartmenthaus „Rio Piedras" (drei Schlüssel), Avenida del Ancla 2, Tel. 74 58 98. 98 Apartments zwischen 100 und 230 DM.
Apartmenthäuser „Barbados 1" und „Barbados 2" (zwei Schlüssel), Avenida Rio Piedras, Tel. 74 52 29. 17 Apartments ab 40 DM.
Apartmenthaus „Puerto Bello" (ein Schlüssel), Calle Tasartico s/n., Tel. 74 52 52. 57 Apartments zwischen 40 und 52 DM.
Etwa drei Kilometer nördlich von Puerto Rico überquert man den Barranco de Amadores. Der dazugehörige Strand wird vor allem von FKK- Freunden gerne genutzt, die sich auf dem nahen Campingplatz von Tauro freilich wieder bedecken müssen. Der alte Kern des Campingplatzes Guantanamo bei Tauro liegt etwa zwei Kilometer landeinwärts und ist über eine sandige Piste zu erreichen. Die Nachfrage nach einem derartigen Platz wurde so groß, daß inzwischen zwei Erweiterungen (Anexo I und Anexo II) zur Küste hin angelegt wurden. Insgesamt finden hier 1500 Camper Platz für ihre Zelte und Autos. Duschen, ein Spielezentrum und ein Fußballplatz sind vorhanden. Zahlreiche Bäume spenden im alten Teil der Anlage Schatten. Der Cam-

pingplatz ist unter der Nummer 24 17 01 zu erreichen.
Die Straße 812 endet an einer Kreuzung im Barranco de Mogan. Die Straße 810, auf die man stößt, verbindet Mogan zur Rechten mit Puerto de Mogan links. Es geht an einer großen Gärtnerei und an Papaya- Plantagen vorbei zum Fischerhafen in einer kleinen Bucht. Erst langsam wird dieser Ort für den Fremdenverkehr erschlossen. Die Preise in den Pensionen und Restaurants sind noch niedrig; Puerto de Mogan gilt als malerisches, unaufdringliches Ausflugsziel.
Unterkunft:
Pension „Eva", Tel. 74 00 86. Apartment mit Küche und Bad für zwei Personen 25 DM.
Pension „Bartolo", Apartment mit Küche und Bad für zwei Personen 25 DM.
Die Pensionen (ca. sieben) liegen alle am Ortseingang von Purto Mogan. Am besten ist, man klappert sie alle ab und wo es einem gefällt, da läßt man seinen Rucksack nieder. Alle kosten um die 25 DM. Eine Pension ist noch billiger: man folge der Hauptstraße zum Ort Puerto Mogan, gehe links über die letzte Brücke und biege rechts ein am letzten Haus in dieser Straße: „Wenn keiner da ist, nimm Dir ein Zimmer und melde Dich, wenn ich wieder zurück bin" —
das steht auf einem Zettel im Flur. Es geht locker zu. Preis: ca. 10 DM pro Person. Nur zwei Minuten zum Strand.
Im Westen ruft
nicht nur der Berg
— Von Mogan bis EI Risco Der Westen Gran Canarias nördlich von Puerto de Mogan ist am wenigsten besiedelt. Tiefe Schluchten, unzulängliche Berge, die fast keine Landwirtschaft erlauben, prägen das Bild. Wer sich zu Fuß ins Landesinnere begibt, kann tatsächlich auf die Skelette abgestürzter Ziegen treffen. Doch nicht nur der Berg ruft. Gleichermaßen anziehend sind die einsamen, reizvollen Badebuchten und mit Puerto de San Nicolas einer der schönsten Fischerhäfen von Gran Canaria.
Von Puerto de Mogan hält man sich auf der Straße 810 nördlich und erreicht nach zehn Kilometern an Auberginen-Pflanzungen vorbei Mogan. Im Bezirk von Mogan leben etwa 7000 Menschen. Von ihnen wird berichtet, sie glichen physisch ihren Vorfahren aus dem 15. und 16. Jahrhundert, die als Urtyp des kanarischen Hirten galten.
Heute unterbrechen Durchreisende gerne ihre Fahrt, um in den kleinen
Lokalen und Grillstuben einen Imbiß zu sich zu nehmen.
Vor allem die Fischgerichte sind empfehlenswert.
Essen und Trinken:
Cafeteria „Pub Düsseldorf", Calle General Franco.
Restaurant „Acaymo", siehe oben. Restaurant „EI Alamo" und Bar Restaurante „EI Laurel", beide beliebte Treffpunkte auf der Hauptdurchgangsstraße.
Acht Kilometer nördlich von Mogan führt links eine Straße nach Veneguera (auch Las Casas de Veneguera), das zu den größeren Siedlungen dieser Gegend zählt. Der Ort liegt am Beginn der gleichnamigen Schlucht. Hier wachsen die größten Exemplare des Wolfsmilchgewächses der Kanarischen Inseln mit einem Radius von über fünf Metern.
Von Veneguera bis zur Küste mit dem feinsandigen Strand am Ende der Schlucht sind es zwölf anstrengende Kilometer. Eine gute Straße entlang der Bananen-, Orangen-, Papaya- und Zitronenplantagen fehlt noch. Aber Bagger und Raupen haben bereits den ehemaligen Fischerhafen bis auf zwei einsame Häuser dem Erdboden gleichgemacht. In Kürze wird hier ein weiteres Touristenzentrum entstehen.
Zurück zur Straße 810. Der Westen Gran Canarias ist ein Gebiet voller Quellen und Stauseen (Fuentes und Embalses). Die Fuente de los Azulejos ist eine Quelle auf dem weiteren Weg nach San Nicholas de Tolentino. Unterhalb der Quelle schimmert ein grünlich-blauer Felsen. Ein Obst- und Erfrischungsstand lädt zu einer Pause ein; es gibt einen kleinen Parkplatz und überdachte Sitzgelegenheiten. Etwas weiter geht es links ab nach Tasarte in der gleichnamigen Erosionsschlucht. Dieses Dorf ist größer als Veneguera in der benachbarten Schlucht. Es lebt vom Zwiebel- und Tomatenanbau. Und — was auf den Kanarischen Inseln selten ist — es gibt hier eine größere evangelische Gemeinde, die sich 1988 eine Kirche baute.
Zum feinsandigen Strand sind es von Tasarte aus wieder etwa zwölf Kilometer.
Essen und Trinken: Bar-Restaurante „Victoria", Calle Pa-
Bar-Restaurante „Tasarte", Calle Llano.

Fuß ab Tasartico, der Nachbarschlucht von Tasarte.
Ein zweiter und wesentlich längerer Fußweg führt von Puerto de San Nicholas entlang des 790 m hohen Montafia del Cedro zur Schlucht Barranco de Güigüi Grande. Um an den Strand zu gelangen, muß es erst einmal Ebbe sein, denn der Weg geht weiter um einen Felsvorsprung, der normalerweise vom Meer umspült wird.
Güigüi ist eine halbrunde Bucht, an der ab morgens um 11 Uhr die Sonne scheint. Das Wasser des Wasserfalles schmeckt ein wenig nach Algen. Ansonsten muß man sich seine Nahrungsmittel und Getränke mitbringen. Es gibt auch kaum noch Brennholz bei Güigüi, denn der ehemalige Geheimtip ist längst nicht mehr so geheim, daß nicht jeder davon spricht. Hinter einer niedrigen Mauer wird der Müll gesammelt, um wenigstens etwas von dem Paradies zu erhalten. Toiletten gibt es nicht. Lediglich eine Bäuerin in der Nachbarschaft sorgt für ein wenig Komfort und verkauft Käse, Eier und Brot, manchmal auch Trinkwasser.
Wer von Tasarte weiter nördlich fährt, sollte sich rechts auf der Straße halten. Am Mirador de San Nicolas geht zwar noch links ein Weg ab. Es ist der alte Verlauf der 810 und eine aben-
teuerliche Hoppelpiste, die streckenweise ins Tal gespült ist. Die neun Kilometer lange Strecke lohnt das Risiko nicht, hier mit einem Wagen entlangzufahren. Es gibt leider keine Warnschilder, und die wären nötig. Es gibt keine Möglichkeit zu wenden. Gar zu Neugierige sollten diesen Weg auf Schusters Rappen erkunden.
Ohnehin endet dieser gefährliche Weg auf der neuen 810, die bis nach San Nicolas de Tolentino führt. San Nicolas de Tolentino liegt an der Spitze einer fünf Kilometer langen Schlucht, die bis zur Playa de la Aldea Puerto San Nicholas reicht. Die Stadt hat eine vergleichsweise junge Bevölkerung.
Unterhaltung: Diskothek „Alameda", Calle General Franco.
Unterkunft: Pension „Carmelo", neben der gleichnamigen Bar in der Calle General Franco 83. Doppelzimmer ohne Frühstück 23 DM; Tel. 89 09 46.
Von San Nicolas de Tolentino sind es nur noch drei Kilometer bis Puerto de San Nicholas. Man fährt an der Rot-Kreuz-Station vorbei; rechts die feuchten Niederungen des fruchtbaren Tales und die Windräder, die Wasser pumpen oder mit Generatoren verbunden sind.
Die Mole des fischreichen Hafens lockt vor allem abends auch Angler an, wenn die Badegäste und Sonnenanbeter den feinkieseligen Strand verlassen haben. Direkt am Hafen, an dem die Fischer ihre Boote streichen und die Netze flicken, gibt es verschiedene Bars und Restaurants: das „Luis", das „Aquas Marinas" und das „Mirador Touristico El Charco". Hier kann man vor allem preiswert den Fisch essen, den die Fischer morgens angelandet haben.
Ab Puerto de San Nicholas verläuft die Straße in einem engen Bogen nach Nordosten. Rechts sieht man die Destillerie „San Nicholas". Die Straße steigt steil an, und nach sechs Kilometern erreicht man den Mirador de Balcon unterhalb des 514 m hohen Berges Carrizo. Der Aussichtspunkt wurde tatsächlich in Form eines Balkons angelegt, von dem aus man die klare Sicht über die Nordwestküste genießen kann. Die Wand, oberhalb derer sich der Aussichtspunkt befindet, fällt senkrecht ab. Das letzte Dorf vor Agaete ist EI Risco. Den gleichnamigen Kieselstrand erreicht man über eine Sandpiste, die man besser zu Fuß geht. In El Risco selbst gibt es zwei Lokale, das „Perdomo" und das „Las Viveras". Privatunterkünfte vermitteln einem eventuell die Wirte.
Der geschichtsträchtige Norden
Der Norden von Gran Canaria war schon in vorspanischer Zeit dicht besiedelt. Agaete, Galdar und Arucas sind die Zentren dieses Gebietes, das sich schon wegen seiner fruchtbaren Täler als Siedlungsgebiet anbot.
Agaete liegt im Nordosten der Insel an der Straße 810. Bekannter noch als Agaete ist der benachbarte Hafen Puerto de las Nieves, an dessen Einfahrt sich ein einmaliger Fels im Meer befindet: der Finger Gottes. Wenn man in Agaete ankommt, sollte man es nicht verpassen, tiefer in das fruchtbare Tal zu fahren, das unterhalb der Quellen von Berrazales beginnt (Hinweisschilder: „Valle" ab Calle de la Concepcion). Das Wasser wird abgefüllt und hat als Trinkwasser einen ähnlichen Ruhm erlangt wie das von Firgas. Im Tal wachsen Orangen, Zitronen und Papayas, aber auch Dattelpalmen, sogar Kaffeesträucher, Kakao-, Avocado- und Mangobäume und in den höheren Regionen Kiefern. Eines des sehenswerten Dörfer dieses Tales ist San Pedro, das an die südliche Wand des Tales gebaut wurde. Oberhalb des Dorfes steht das Thermal-Hotel „Princesa Guayarmina". Es hat den Anspruch eines Kur-
hotels und gehört der Familie Suarez, die sich bemüht, ihre Gäste mit natürlichen Produkten zu versorgen und die traditionelle Küche der Kanarischen Inseln zu pflegen. Die Preise: Einzelzimmer 40 DM; Doppelzimmer 60 DM. Gebucht werden kann das Hotel über Tel. 89 80 09.
Damit der Ruhm des landwirtschaftlichen Zentrums Agaete weiterwach- se, initiierte 1946 der Generalkapitän Serior Don Francisco GarciaEscamez Iniesta den Bau des Colegio Nacional Jose Sanchez y Sanchez. „Zum wirtschaftlichen Nutzen dieses Tales" heißt es auf der Gedenktafel des Gymnasiums in der Straße Juan de Armas.
Die kleine Kapelle am städtischen Park wurde nach dem Bildhauer Alonso Lujan benannt, der einen großen Teil der Skulpturen in den Kirchen auf Gran Canaria geschaffen hat.
Fährt man von Agaete aus weiter Richtung Galdar, so findet man rechts der Straße hinter dem Kilometerstein 32 die übermannshohe Höhle Cueva de las Cruces eingegraben in das poröse Gestein. Die stehengelassenen Säulen stützen die natürliche Decke.
Wieviele Guanchen hier gelebt haben, kann heute nicht mehr gesagt werden. Als gesichert gilt jedoch, daß sie sich von der Landwirtschaft und
Viehzucht im fruchtbaren Valle de Agaete ernährten.
Unterkunft: Casa „La Paloma", Tel. 89 81 66, 33 DM für eine Person, 42 DM für zwei Personen.
Drei Apartments gibt es beim Restaurant „Casa Nando", ab 60 DM.
Puerto de las Nieves an der Küste Punta de La Aldea de San Nicolas westlich von Agaete liegt an einer geschützten und flachen Bucht, die einseitig von hohen piniengekrönten Basaltwänden begrenzt wird. Vor diesen natürlichen Mauern erhebt sich der berühmte Obelisk Dedo de Dios wie ein mahnender Zeigefinger 30 m hoch aus dem Wasser.
In der Wallfahrtskirche des Fischerdorfes steht die für den Ort namengebende Virgen de las Nieves. Die Marienstatue und der dreiteilige, flämische Altaraufsatz stammen aus dem 16. Jahrhundert; das Stiftungsfest findet am 5. August statt. Kurz vor der Promenade, nicht weit von der alten, ausgedienten Windmühle an der Avenida Las Poetas, kann man im Restaurant „La Gran- ja" preiswert essen. Wie es sich für eine Fischerstadt gehört, vor allem natürlich Fisch. Weitere Restaurants liegen an der Plaza (Bar-Restaurante „Capita") und am Hafen mit Blick auf den Finger Gottes des „Dedo de Dios". Fast alle Restaurants vermie-
ten einige Apartments. Preis: ca. 50 DM. Am besten direkt fragen, z.B. im Restaurant „Dedo de Dios".
Von Puerto de las Nieves fährt man wieder auf die Straße 810 nach Norden bis zu einer Kreuzung, an der es rechts nach Las Cruces und links auf einer schmalen, vier Kilometer langen Straße quer durch das Land nach Sardina del Norte geht, dem nordöstlichsten Ort auf Gran Canaria. Rechts dieser Straße wurde vor wenigen Jahren der Reptilienpark Reptilandia eröffnet. 25 tropische, 40 Freiluftterrarien, über 1000 Exemplare von nahezu 100 Reptilienarten: Die Sammlung ist die größte auf den Kanarischen Inseln. Die Terrarien sind aus Naturgestein gebaut worden; die Wege dazwischen wurden betoniert und sind auch für Rollstuhlfahrer geeignet. Um in den Reptilienpark hineinzugelangen, klingeln die Besucher am Eingang.
Es geht zurück zur Straße und dann über eine schlaglochreiche Strecke rechts weiter nach Puerto de Sardina. Das Restaurant „Fragata" direkt am Hafen sieht sehr vernachlässigt aus, die Apartments darüber kann man mieten oder sogar kaufen. Die Wirte sind nett, und die Küche kann sich trotz des äußerlichen Eindruckes sehen lassen. Zwei weitere Fischrestaurants sind das „Vistamar" und das „La Cueva" an der Avenida Al-
calde Antonio Rosas. In allen genannten Restaurants werden Menüs ab 15 bis 20 DM angeboten.
Einen Kilometer hinter dem Ortsausgang weist links ein Schild nach Playa de Bocabarranco. Zwischen Bananenplantagen hindurch geht der Weg bis zum Restaurant „Agujero Guanche". In der rauhen See, die an den kieseligen Strand brandet, stehen frühmorgens Angler. Oder sie suchen bei Ebbe Lebendköder zwischen den überspülten Felsen. Nach sechs Kilometern auf der Straße GC 140 erreicht man das Bananenzentrum Galdar. In der größten Stadt im Nordwesten Gran Canarias am Fuße des Montanas de Galdar leben 4000, mit Umland 16 000 Menschen. Von hier aus sind es knapp 30 km über die Straße 810 bis Las Palmas.
In Galdar endete die Eroberung Gran Canarias 1483. Der letzte Widersacher, der Guanarteme Tenesor Semidan, wurde hier unterworfen, bekehrt und auf den Namen Fernando de Guanarteme getauft.
Am Ende der Calle Capitan Queseda findet man die zentrale Plaza vor der Kirche de Santiago aus dem 18. Jahrhundert. Hier stand vorher der Palast der Guanchenfürsten. Im Inneren kann man verschiedene Statuen zur Auferstehung, die Jungfrau der Rosen und einen Taufstein aus

grüner Keramik sehen. Die Werke wurden von dem Andalusier Lujan Perez im 15. Jahrhundert geschaffen. Einkaufen: am besten in der Markthalle an der Haupteinkaufsstraße, der Capitan Queseda.
Tankstellen: es gibt zwei Tankstellen entlang der Hauptdurchgangsstraße von Galdar.
Man verläßt die Stadt Richtung Las Palmas und erreicht nach zwei Kilometern Santa Maria de Guia de Gran Canaria, kurz: Guia. Vor dem Ortsausgang weist ein Schild an der linken Straßenseite auf den berühmten Queso Flor de Guia hin. Das sind Käsesorten aus Ziegen- und Kuhmilch, die mit verschiedenen Pflanzensäften behandelt worden sind. In dem Geschäft direkt an der Straße verkauft ein alter Herr auch Wein und Maisbrot, von dem er auch kosten läßt. Ziegenglocken, landwirtschaftliche Geräte und Tongefäße gehören ebenfalls zu seinen Auslagen und bieten sich als Andenken und Geschenke an. Hier im Ort gibt es eine der beiden Jugendherbergen Gran Canarias. Tel. 88 27 28, nur mit Ausweis!
Auf der Weiterfahrt nach Osten sieht man links den „kleinen Teide", den Montafia de Galdar, wie er auch genannt wird. Man folgt der Ausschilderung nach La Atalaya, um dorthin
zu gelangen. Was sich nicht sonderlich lohnt. Um den kegelförmigen Berg herum führt ein Weg, an dem es ziemlich übel riecht. Hier wird im Freien auf einer Halde Müll verbrannt.
Also besser wieder zurück auf die Hauptstraße und weiter bis zur nächsten Kreuzung, an der es rechts nach Cuesta Silva und dann sofort wieder links nach Cenobio de Valeron geht. Die Straße führt an einem Lorbeerbaum vorbei, dessen Krone in einem großen Bogen über die Straße wächst; anschließend geht es weiter über den Barranco de Hondo. Nach drei Kilometern links ein Aussichtspunkt, von dem aus man bis zur Halbinsel Isleta von Las Palmas schauen kann.
Das Höhlensystem von Cenobio de Valeron sieht man wenig später rechts hoch über der Straße in den Berg gegraben. 350 einzelne über- und nebeneinander liegende Höhlen wurden durch ein kompliziertes System von Korridoren und Treppen miteinander verbunden. In ihnen lebten die „harimaguadas", priesterliche Jungfrauen. Unklar ist bisher, ob sie sich hier stärkten, um möglichst zahlreiche Nachkommen gebären zu können oder lediglich Getreidevorräte bewachten. Eine Treppe führt zu den Höhlen, wird jedoch häufig ver-
gittert, zugesperrt und zusätzlich bewacht.
Man fährt an den Höhlen vorbei weiter nach Nordosten und nach mehreren Kreuzungen unter der Brücke Barranco de Moya durch. In der Schlucht wachsen vor allem Bananen. Man orientiert sich nun zur Schnellstraße hin, fährt sie ein Stück entlang, verläßt sie am Ende des Barrancos gleich wieder in Richtung Küste. Zwei Fischerdörfer findet man hier: rechts San Felipe, wie ein Wespennest an einem Hang gelegen, und El Pagador am Ende der Küstenstraße.
Das Meer an der Playa de San Felipe ist im Winter unruhig, im Sommer wird der einen Kilometer lange und 10 bis 20 m breite Strand dagegen viel besucht. Vier Restaurants, „Plaza San Felipe", „Ramirez", „Los Pescaditos" und „Los Crotos", haben sich auf gegrilltes Fleisch und gebratenen Fisch (ab 10 DM) spezialisiert. Von der Playa de San Felipe fährt man wieder zurück zur Schnellstraße, die nach Las Palmas führt, oder man orientiert sich nach Moya, der Landstadt zwischen Arucas und Guia. An der Hauptstraße Magistral Marrero gibt es eine Apotheke, ein Postbüro, ein öffentliches Telefon und vor der Bibliothek an der Kreuzung zur Calle Juan Delgado einen Taxistand. Am Ende der Magistral Mar-
rero: die Plaza de Candelaria mit der gleichnamigen Kirche.
Die Avenida General Mola führt aus dem Ort hinaus zu einer Kreuzung. Die Straße geradeaus endet in Guia. Links die GC 160 führt 14 km unter Eukalyptusbäumen hindurch und an Baumschulen vorbei nach Fontanales. Auf manchen Karten steht dort auch San Bartolome (nicht zu verwechseln mit San Bartolome de Tirajana). Hinter dem Ortseingang liegen an der Durchgangsstraße die beiden Restaurants „Silbora" und „F-ontanales". Die größere und attraktivere der beiden Dorfkirchen steht an der Calle Fleming. Die namengebende Kirche ist jedoch die zweite. Fontanales wurde 1645 gegründet. Kurz hinter dem Ortsausgang vor dem Kilometerstein 16 sieht man links eine einzelne Höhle und erreicht wenig später eine Kreuzung. Links die asphaltierte Straße führt hinauf zu den Wäldern von Galdar. Nach wenigen Kilometern sieht man rechts einen tiefen Krater, auf dessen Boden ein einsamer Eukalyptusbaum wächst. Hier wird ein neuer Aussichtspunkt gebaut.
An der nächsten Kreuzung kann man wieder rechts auf die Straße GC 110 fahren und am Aussichtspunkt Los Pinos de Galdar und dem zwischen Terrassen gelegenen Dorf Juncalillo vorbei bis Artenara und Pinar de Ta-madaba fahren.                                                                                                                                       Oder man orientiert sich links nach Cruz de Tejeda und Vega de San Mateo und biegt wieder nördlich auf die Straße 814. Sie führt über Teror nach Firgas. Diese Stadt ist jedem Urlauber auf Gran Canaria durch das Trinkwasser „Aguas de Firgas" bekannt, das hier abgefüllt und auch auf den anderen Inseln der Kanaren verkauft wird. Die 814 bringt uns schließlich nach Arucas, der reichen Bananen- und Rum- und nach Las Palmas und Telde drittgrößten Stadt auf Gran Canaria. 1526 wurde sie mitten in einem fruchtbaren Tal gegründet. Auffälligstes Gebäude im Zentrum ist die neugotische Ermita de San Pedro an der Calle Parroco Cardenes. Sie wurde aus Lavagestein hergestellt und birgt als Kirchenschatz einen Christus aus Mahagoni.
Arucas hat einen kleinen botanischen Garten, den Parque Municipal, und in den Gassen hübsche Restaurants. Fährt man von Firgas auf die Stadt zu, dann liegt links hinter dem Schild „Embalses de Arucas" die Destillerie „Arucas", in der Bananen mit Rum zu Bananenlikör verarbeitet werden.
Blickfang neben der Kirche San Pedro ist der Montaria de Arucas. Auf dem Gipfel dieses 512 m hohen Vulkankegels stellte sich Doramas, einer der bedeutendsten Krieger unter den
Guanchen, tapfer den Spaniern entgegen. Heute genießt man hier die Aussicht auf das Tal von Arucas und das Essen im Restaurant „EI Meson de Montaria". Die Straße zum Gipfel ist ab Stadtmitte ausgeschildert und windet sich spiralförmig die Spitze des Vulkankegels hoch.
lberia/Trasmediterranea: Calle Leon y Castillo.
Essen und Trinken:
Restaurant „El Meson de Montaria". Pizzeria „Penalti" gegenüber der Grupo Escolor Generalisimo und dem Musik-Konservatorium in der Straße Dr. Fleming.
Eisdiele „Ferrera" am Taxistand.
Nördlich von Arucas kommt man wieder auf die Schnellstraße nach Las Palmas. Man kann sie bereits vom kleinen Parque La Paz unterhalb der Ermita de San Pedro sehen. Dieser Park und der Parkplatz auf dem Montaria Arucas gelten als Treffpunkt der verliebten Jugend von Arucas.

Der Osten: zwischen
Las Palmas und La Caleta
Von Las Palmas aus erreicht man auf der Straße GC 811 über Tafira Alta die Villenstadt Santa Brigida. Der Ort wurde am Rande einer Schlucht gebaut. Der alte Name „Sataute" erin-
nert an den Palmenwald, der hier einst wuchs.
Rundum Santa Brigida gedeiht auch der angeblich beste Rotwein der Insel. Er heißt Vino del Monte und wurde schon zur Kolonialzeit in Weinkellern und Keltereien hergestellt, die heute noch in Resten erhalten sind. Am Wochenende stauen sich bereits hier die Autos der Neugierigen, die sonntags zum Vieh- und Gemüsemarkt sechs Kilometer weiter in San Mateo (Vega de San Mateo) wollen. Die wenigen Lokale an der Hauptdurchgangsstraße haben dann Hochkonjunktur, und pfiffige Jungen kassieren von glücklichen Besuchern ein paar Peseten, damit die ihre Autos in den elterlichen Garten stellen dürfen.
Nur unter den Lorbeerbäumen an der Kirche Almada Santa Ana geht es etwas ruhiger zu, während die Menschen in Massen zur Markthalle strömen.
Essen und Trinken: Bar/Cafeteria „Mallow" und Pizzeria „Eminentia", beide Carretera General.
Die Straße 811 führt durch San Mateo Richtung Cruz de Tejeda, an verschiedenen Aussichtspunkten zur Rechten vorbei nach Las Lagunetas. Dieses Bauerndorf in der Schlucht Barranco de Mina besteht aus mehreren komplexen Gehöften auf niedri-
gen Bergen. Die Kirche steht im Zentrum dieser seltsamen Siedlung. Die Bewohner leben von der Landwirtschaft auf den fruchtbaren Feldern des grünen, feuchten Tales.
Essen und Trinken: Bar „Hermanos Moreno" direkt neben der Kirche.
Kurz vor Las Lagunetas hat man eine Kreuzung passiert, an der es links nach Cueva Grande geht. Übersetzt heißt das: große Höhle. Aber eine Höhle wird man hier vergeblich suchen. Die Straße führt immer weiter hinein in waldiges, gebirgiges Gelände, verwandelt sich in eine unbequeme Serpentine und endet schließlich unterhalb des 1817 m hohen Roque Nublo bei Ayacata.
Die Region zwischen Cueva Grande und Ayacata ist ein beliebtes Naherholungsgebiet. Vor allem vor dem See Presa de los Homos grillen beiderseits der Straße zwischen den lichten Wäldern meistens Spanier Steaks und Blutwürste. Für Kinder ist der Wald ideal: Sie können herumrennen, toben und werden dabei höchstens von anderen Kindern gestört, die das gleiche tun. Daß es hier oben oftmals sehr kühl und eine dicke Jacke vonnöten ist, hindert niemanden an dem Picknick-Spaß. Von Ayacata fährt man links auf die Straße 815 über La Plata bis San Bartolome de Tirajana und dort südöstmadaba fahren.

Oder man orientiert sich links nach Cruz de Tejeda und Vega de San Mateo und biegt wieder nördlich auf die Straße 814. Sie führt über Teror nach Firgas. Diese Stadt ist jedem Urlauber auf Gran Canaria durch das Trinkwasser „Aguas de Firgas" bekannt, das hier abgefüllt und auch auf den anderen Inseln der Kanaren verkauft wird. Die 814 bringt uns schließlich nach Arucas, der reichen Bananen- und Rum- und nach Las Palmas und Telde drittgrößten Stadt auf Gran Canaria. 1526 wurde sie mitten in einem fruchtbaren Tal gegründet. Auffälligstes Gebäude im Zentrum ist die neugotische Ermita de San Pedro an der Calle Parroco Cardenes. Sie wurde aus Lavagestein hergestellt und birgt als Kirchenschatz einen Christus aus Mahagoni.
Arucas hat einen kleinen botanischen Garten, den Parque Municipal, und in den Gassen hübsche Restaurants. Fährt man von Firgas auf die Stadt zu, dann liegt links hinter dem Schild „Embalses de Arucas" die Destillerie „Arucas", in der Bananen mit Rum zu Bananenlikör verarbeitet werden.
Blickfang neben der Kirche San Pedro ist der Montatla de Arucas. Auf dem Gipfel dieses 512 m hohen Vulkankegels stellte sich Doramas, einer der bedeutendsten Krieger unter den
Guanchen, tapfer den Spaniern entgegen. Heute genießt man hier die Aussicht auf das Tal von Arucas und das Essen im Restaurant „El Meson de Montaria". Die Straße zum Gipfel ist ab Stadtmitte ausgeschildert und windet sich spiralförmig die Spitze des Vulkankegels hoch.
lberia/Trasmediterranea: Calle Leon y Castillo.
Essen und Trinken:
Restaurant „El Meson de Montaria". Pizzeria „Penalti" gegenüber der Grupo Escolor Generalisimo und dem Musik-Konservatorium in der Straße Dr. Fleming.
Eisdiele „Ferrera" am Taxistand.
Nördlich von Arucas kommt man wieder auf die Schnellstraße nach Las Palmas. Man kann sie bereits vom kleinen Parque La Paz unterhalb der Ermita de San Pedro sehen. Dieser Park und der Parkplatz auf dem Montatla Arucas gelten als Treffpunkt der verliebten Jugend von Arucas.
Der Osten: zwischen
Las Palmas und La Caleta
Von Las Palmas aus erreicht man auf der Straße GC 811 über Tafira Alta die Villenstadt Santa Brigida. Der Ort wurde am Rande einer Schlucht gebaut. Der alte Name „Sataute" erin-
nert an den Palmenwald, der hier einst wuchs.
Rundum Santa Brigida gedeiht auch der angeblich beste Rotwein der Insel. Er heißt Vino del Monte und wurde schon zur Kolonialzeit in Weinkellern und Keltereien hergestellt, die heute noch in Resten erhalten sind. Am Wochenende stauen sich bereits hier die Autos der Neugierigen, die sonntags zum Vieh- und Gemüsemarkt sechs Kilometer weiter in San Mateo (Vega de San Mateo) wollen. Die wenigen Lokale an der Hauptdurchgangsstraße haben dann Hochkonjunktur, und pfiffige Jungen kassieren von glücklichen Besuchern ein paar Peseten, damit die ihre Autos in den elterlichen Garten stellen dürfen.
Nur unter den Lorbeerbäumen an der Kirche Almada Santa Ana geht es etwas ruhiger zu, während die Menschen in Massen zur Markthalle strömen.
Essen und Trinken: Bar/Cafeteria „Mallow" und Pizzeria „Eminentia", beide Carretera General.
Die Straße 811 führt durch San Mateo Richtung Cruz de Tejeda, an verschiedenen Aussichtspunkten zur Rechten vorbei nach Las Lagunetas. Dieses Bauerndorf in der Schlucht Barranco de Mina besteht aus mehreren komplexen Gehöften auf niedri-
gen Bergen. Die Kirche steht im Zentrum dieser seltsamen Siedlung. Die Bewohner leben von der Landwirtschaft auf den fruchtbaren Feldern des grünen, feuchten Tales.
Essen und Trinken: Bar „Hermanos Moreno" direkt neben der Kirche.
Kurz vor Las Lagunetas hat man eine Kreuzung passiert, an der es links nach Cueva Grande geht. Übersetzt heißt das: große Höhle. Aber eine Höhle wird man hier vergeblich suchen. Die Straße führt immer weiter hinein in waldiges, gebirgiges Gelände, verwandelt sich in eine unbequeme Serpentine und endet schließlich unterhalb des 1817 m hohen Roque Nublo bei Ayacata.
Die Region zwischen Cueva Grande und Ayacata ist ein beliebtes Naherholungsgebiet. Vor allem vor dem See Presa de los Homos grillen beiderseits der Straße zwischen den lichten Wäldern meistens Spanier Steaks und Blutwürste. Für Kinder ist der Wald ideal: Sie können herumrennen, toben und werden dabei höchstens von anderen Kindern gestört, die das gleiche tun. Daß es hier oben oftmals sehr kühl und eine dicke Jacke vonnöten ist, hindert niemanden an dem Picknick-Spaß. Von Ayacata fährt man links auf die Straße 815 über La Plata bis San Bartolome de Tirajana und dort südöstlich bis Santa Lucia. Verschiedene Restaurants und das burgenhafte Museum „Hao" findet man entlang der Hauptstraße, ebenso ein Handarbeitsgeschäft, in dem gewebte Decken, Tongefäße, Tischdecken und Blusen verkauft werden. Hinter Santa Lucia wird die Gegend trocken und staubig. Man kann die 815 weiterverfolgen und erreicht nach etwa 20 km Agüimes. Oder man biegt einen Kilometer hinter Santa Lucia links auf eine Serpentinenstraße durch savannenhaftes, gebirgiges Gebiet, in dem sich der Campingplatz Temisas befindet. Er wurde nicht weit vom 912 m hohen Teheraj auf dem Lomo de la Cruz eingerichtet. Der Platz selbst liegt 275 m hoch und ist fast schattenlos der Sonne ausgesetzt. 50 Personen können hier ihre Zelte und Campingfahrzeuge aufstellen. Temisas ist eine Zweigstelle des Campingplatzes Tauro bei Puerto Rico und unter der gleichen Nummer 24 17 01 telefonisch zu erreichen.
Von hier führt die Straße weiter westlich und erreicht dann wieder die 815. Dort hält man sich links und fährt nach einem Kilometer wiederum links auf die 816 nach Agüimes. Die blendend weiße Ortschaft mit kubischen Häusern und schmalen Gassen mutet orientalisch an. Die Kirche San Sebastian in der Mitte der Stadt
gleicht einer Moschee und beherbergt eine sehenswerte Marienstatue, die Nuestra Sehora de la Esperanza von Lujan Perez. Agüimes war ein Geschenk des spanischen Königs an den Bischof Juan de Frias gewesen. Bis zum 19. Jahrhundert blieb Agüimes Feudalsitz der katholischen Bischöfe.
Der Nachbarort, nur getrennt vom Barranco de Agüimes (in manchen Karten Barranco de Guayadeque), nördlich von Agüimes heißt Ingenio. Das ehemalige Zentrum des Zuckerrohranbaus ist heute bekannt für das Museo Piedras y Artesania und eine Handarbeitsschule, in der Stickereien gekauft werden können.
Von Ingenio gibt es zwei Möglichkeiten, um zu der Höhle Cuatro Puertas zu gelangen. Der interessantere von beiden bringt uns zunächst durch die städtische Siedlung Carrizal auf die Südautobahn, die man an der Abfahrt Telde/Base Area verläßt. Man fährt auf die GC 812 Richtung Telde und sieht nach zwei bis drei Kilometern das Schild „Cuatro Puertas" und 50 Meter weiter eine Kreuzung. Rechts geht es weiter nach Telde, links nach San Bartolome de Tirajana.
Um zu den Ruinen auf dem Hügel Montaria de Cuatro Puertas zu kommen, hält man sich links und biegt nach etwa 100 m wieder links ab zu
der kleinen Siedlung. Die Hauptstraße führt bergan und über eine immer schlechter werdende Piste zu der eingezäunten Guanchenstätte unterhalb des Gipfels. Die letzten 200 m sind Fußweg, da sie die meisten Kraftfahrer überfordern. Oben gibt es keine Wandermöglichkeiten, und die Autos werden heftig durchgeschüttelt. Der zweite und kürzere Weg ist die einfache Fortsetzung der GC 816 nördlich von Ingenio, wobei der Hügel mit der Höhle dann rechts liegt. In der Halle von Cuatro Puertas, benannt nach den vier Eingängen auf der windabgewandten Seite des Berges, können selbst größere Menschen bequem aufrecht stehen. Wissenschaftler vermuten, daß die Höhlen Begräbnisritualen gedient haben, da die Bestattungsriten für verstorbene Häuptlinge stets auf erhabenen Felsplattformen stattgefunden haben. Vier Kilometer nördlich von Cuatro Puertas erreicht man die Stadt Telde. Es ist die wichtigste Stadt südlich von Las Palmas, und sie war ehemals Bischofssitz. Sehenswert vor allem die Kirche San Juan de Bautista aus mehrfarbigem Lavagestein. Innen: ein flämischer Altaraufsatz (15. Jahrhundert), dessen vergoldete Holzschnitzereien auf sechs Tafeln mit über 70 Figuren das Leben Marias wiedergeben. Die lebensgroße Christusfigur über dem Hauptaltar ist
eine Tarasco-Arbeit und wurde im 16. Jahrhundert von mexikanischen Indianern aus dem Mark von Maisrohren hergestellt. Das Verfahren ist heute nicht mehr bekannt. Die Figur ist lebensgroß und wiegt dennoch ca. sechs Kilogramm.

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