Urlaubsblog

Lastminute Reisen & Billig Urlaub Kanaren

Teneriffa

Mai-28-2008 By admin

Die größte der Kanarischen Inseln, Teneriffa, verfügt über ein gut ausgebautes Straßennetz, zu dem unter anderem eine Nord-Autobahn von Santa Cruz bis Puerto de la Cruz und die Süd-Autobahn von der Hauptstadt bis hinunter zum Flughafen Reina Sofia gehört. Man kann die Inseln mit dem Auto oder einem anderen Fahrzeug umrunden und über die zentrale Straße vom äußersten Nordosten, dem Anaga-Gebirge, bis zum Pico del Teide das Zentralland erkunden. Voraussetzung ist allerdings, daß die Wege nicht gerade wegen Steinschlag oder Schnee gesperrt sind, was in den höher liegenden Gebieten vorkommt. Aus der Straßenlage ergibt sich eine Einteilung für eine Rundreise in verschiedenen Etappen, wie sie in den folgenden Kapiteln empfohlen wird.

Der Südwesten:

Sonne, Sand und — mehr

Von EI Medano beim internationalen Flughafen Reina Sofia im Süden Teneriffas führt die Straße 121 hinauf bis nach Tamaimo. Denkt man sich diese Linie weiter bis nach Garachi-

co, vielleicht noch Icod de los Vinos dazu, so hat man den Süden und Westen der Insel zusammengefaßt. Flache Strände und Badebuchten im äußersten Süden; das teilweise unterschiedliche Teno-Gebirge im Norden, dazwischen steile Klippen und tiefe Schluchten gehören dazu. Ausgangspunkt ist Los Cristianos, vor Jahren noch eine verschlafene Fischersiedlung, heute ein aufstrebender Touristenort 74 km von Santa Cruz de Tenerife entfernt und von dort über die Südautobahn auch mit dem Express-Bus zu erreichen. Das Meer an der geschützten Hafen- bucht von Los Cristianos ist warm, ebenso die Luft. Die Stadt zählt auf Teneriffa die meisten Sonnentage im Jahr. Und das wissen auch die vielen Urlauber, die im Schutz zweier Dämme gefahrlos baden, auch wenn sie den malerischen Fischerbooten ausweichen müssen. An die Promenade und die Hafenstraße schließt sich Richtung Playa de las Americas ein ruhigerer Strand an: 500 m lang mit dunklem Sand. Hier finden Sie weiterführende Informationen und Sie können Ihre Teneriffa Reisen online buchen - hier finden Sie Ferienhäuser und Hotels auf Teneriffa.

Los Cristianos und der Nachbarort Playa de las Americas sind die Touristenzentren auf Teneriffa. Von dem ehemaligen, gewachsenen Ortskern von Los Cristianos sind in den engen

Gassen in der Nähe der Post noch Spuren zu erkennen. Hotels, Lokale, Diskotheken und Geschäfte prägen das Bild. Daß dennoch auch ungewöhnlich viele Rucksackreisende in Los Cristianos zu sehen sind, spricht einmal für die internationale Gastronomie des Ortes.

Eines der zahlreichen Lokale ist das Restaurant „Taj Tandoori” (Avenida Maritima, Tel. 79 21 19). Es befindet sich nicht weit entfernt von dem Apartment-Haus „Christianmar” und rühmt sich, eine der schönsten Terrassenbars entlang des Hafens von Los Cristianos zu haben. Geöffnet hat das „Tandoori” von 12 bis 15.30 Uhr und von 19 bis 24 Uhr. Ein vollständiges Tagesmenü mit einem Glas Hauswein kostet umgerechnet 25 DM.

Das zweite, was für diesen Ort spricht, ist der Hafen. Denn von hier aus fährt die Fähre hinüber nach Gomera.

Der Hafen, die Promenade mit ihren zahlreichen Lokalen sind auch für preiswert Reisende einen längeren Aufenthalt wert. Hier werden zum Beispiel Angeltouren angeboten („Baltic Tours” beim Fischhändler Arturo, Tel. 79 20 64), und die Jagd nach Haien und Thunfischen ab ca. 60 DM. Es lohnt, dabei zu sein, auch wenn man nur zuschaut und weder Fisch, noch das Angeln mag.

Weitere wichtige Informationen finden Sie auf sonniges-teneriffa.de

Teneriffa

Unterkunft

Hostal „Reveron” (”*), Calle General Franco 26, Tel. 79 06 00. Doppelzimmer zwischen 50 und 60 DM. Pension „Luisa” (*), Calle San Roque 3. Doppelzimmer ca. 30 DM. Pension „La Paloma” (”), Calle Juan XXIII 5. Doppelzimmer ca. 30 DM. Pension „Casa de Blanca”, Calle Ramon Pino 28, ca. 13 DM, liegt am Berg. Nimmt nur ab drei Nächte Leute auf.

Pension „Eladio”, Calle San Roque 57, ab 30 DM.

Vom Hafen Los Cristianos läuft man in ca. 20 Minuten nach Playa de las Americas. Mit dem Auto oder Bus ist man in zehn Minuten dort. Wer nicht zufällig seinen gesamten Urlaub hier gebucht hat, wird das Wesentliche nach einem kleinen Spaziergang gesehen haben: Einkaufszentren, Läden, Diskotheken, die Luxushotels „Gran Tinerfe” oder das Parkhotel „Troja”. Playa de las Americas wurde erst in den letzten Jahren aus dem Boden gestampft. Gelungen ist vor allem die Strandpromenade. Gleichfalls ein Foto wert ist die Unterwasserwelt der Strandbucht Playa Troya. Obwohl Playa de las Americas ziemlich dicht besiedelt ist, gibt es hier keine Post. Die nämlich befindet sich in Los Cristianos in Pueblo Canario, geöffnet Freizeitparks im Südwesten Teneriffas

„Jardines des Atlantico”, die Atlantischen Gärten bei Chayofa, bereichern seit wenigen Jahren den Südwesten Teneriffas zwischen falle de San Lorenzo und Playa de las Arnericas. Man fährt bis Chayofa und hält sich dann rechts Richtung Buzanada. Nach wenigen Metern sieht man links das Pflanzenparadies der Jardines del Atlantico. Die Gärten sind täglich von 10 bis 18 Uhr geöffnet. Man darf von den Früchten der Obstbäume essen, in Bananenpflanzungen lustwandeln oder kann sich erläutern lassen, wie das karge Wasser aus den Böden und Bergen gewonnen wird.

Der „Octopus-Aguapark” ist der größte Freizeitpark auf den Kanarischen Inseln in San Eugenio, nur fünf Minuten vom Zentrum von Playa de las Americas entfernt. Der Eintritt in den Wasserpark: etwa 20 DM. Dafür werden unter anderem Wasserrutschen unterschiedlicher Länge geboten, ein Kinderparadies mit Minibahnen, Wasserschluchten, Tunnels und Schaukeln.

Imposant ist „Octoslide’l Hier kann man zwischen sechs langen Bahnen seinen Weg ins Wasserbecken wählen. Seit der Eröffnung im November 1985 hat der Park ständig Freunde gewonnen und wurde kontinuierlich erweitert. Neben den Wasserspielen und -spielereien gibt es ausreichend Restaurants, Bars und Souvenirläden. Der OctopusWasserpark ist täglich ab 10 Uhr geöffnet.

muß mit starkem Andrang gerechnet werden, gegen 13 Uhr legt sich das. Für Abwechslung sorgt der „Octopus”-Wasserpark (-.Freizeitparks im Südwesten Teneriffas), nicht weit von der Mitte von Playa de las Americas entfernt. Zu Fuß gelangt man rechts an der Anlage „Vilaflor” vorbei dorthin. Vom Hotel „Tenerife Sol” führt ab 10 Uhr morgens jede halbe Stunde ein Gratisbus zu dem Freizeitpark mit zahlreichen Rutschen und Wasserspielen.

Unterhaltend ist auch der Einblick in die kanarische Flora in den atlantischen Gärten, den „Jardines del Atlantico” (Freizeitparks im Südwesten Teneriffas). Es fahren kostenlos Busse dorthin. Die Abfahrtsorte:

Hotel „Esmeralda”, Hotel „Gran Tinerfe”, Commercial Center „Presidente”, Hotel „Conquistador”.

Die Straße 822 führt von Playa de las Americas an der schlichten Kapelle Ermita de Sebastian vorbei nach Norden. An der Ermita geht ein Feld-

weg bis zur Casa la Enramade. Der kleine, gleichnamige Strand ist Treffpunkt für Caravan-Fahrer geworden. Von hier aus geht es weiter an Bananenplantagen vorbei, bis es hinter dem Barranco del Agua rechts ab nach Adeje geht. Hier beginnt der Barranco del Infierno. Die „Höllenschlucht” ist eine der größten und tiefsten Schluchten Teneriffas, beginnt mit einem Naturwald und endet an einem mehrere hundert Meter hohen Wasserfall. Beginn der zweistündigen Wanderung (hin und zurück) ist die burgähnliche Casa Fuerte.

Im Tal selbst gibt es noch Zeichen der großen Geschichte von Adeje. Hier wohnte der mächtigste GuanchenHäuptling Tinerfe der Große, dem Teneriffa den Namen verdankt. Das Reich wurde nach seinem Tode unter seine Söhne aufgeteilt.

Nach der Unterwerfung Teneriffas durch die Spanier 1496 verlor Adeje seine Bedeutung als Hauptstadt eines dieser Guanchenreiche. Es wurde Residenz des Majorates der Zuckerrohrkultur.

An die alte Größe Adejes erinnern zwei- bis dreihundert Jahre alte Gebäude und die zweischiffige Kirche „Santa Ursula” mit ihren restaurierten Gobelins und Holzarbeiten. Die Stiftung wird am 21. Oktober gefeiert. Von Adeje aus fährt man weiter nörd-

lich, hält sich jedoch auf der linken Straße und nicht auf der, die an Guia de Isora vorbeiführt. Die Bevölkerung lebt hauptsächlich von den Tomatenplantagen, nur wenige Strandabschnitte wie Playa Paraiso erinnern an den regen Fremdenverkehr auf dieser Höhe der Insel.

Die Straße 822 passiert San Juan und 3,5 Kilometer dahinter Alcala. Abgesehen von der Landwirtschaft leben die Bewohner vom Fischfang. Nur wenig südlich liegen die Strände Playa la Barrera und Playa Rosalia mit ihrem schwarzen Sand. Die Straße führt durch eine weniger auffallende Gegend bis nach Los Gigantes. Ab Ortsmitte San Juan führt eine Straße den Barranco de Guia entlang bis in die kleine Stadt Guia de ’sore. 850 m über dem Meeresspiegel liegt dieser Ort, von Mandelbäumen umgeben. Ein herrliches Schauspiel zur Blüte im späten Winter und Frühling. Doch auch Feigenbäume gibt es hier und in den kleinen Läden getrocknete Früchte. Oder Kaktusfeigen.

Hier kann man auch den hellgrauen vulkanischen Halbedelstein „Olivina” (von Mineralogen auch „Peridot” genannt) kaufen, ein hübsches Andenken an den Aufenthalt auf Teneriffa. Seine Farbe bekommt er von Magnesium- und Eisensilikaten, die vor Millionen von Jahren entstanden sind. Es gibt nur wenige vulkanische Inseln, auf denen Olivina zu finden ist. Eine davon ist Lanzarote, von der aus Olivina nach Teneriffa exportiert wird.

Unterkunft in Guia de Isora:

Hotel „Las Nieves” (*), Las Nieves del Alcazar, Tel. 85 07 03; Doppelzimmer ab 25 DM. Sollte dieses preiswerte Hotel besetzt sein, gibt es eine neue Pension im sieben Kilometer entfernten Alcala am Meer: Pension „Alcala”, Calle Marruecos 2, Tel. 11 11 94, 17 DM. Sauber, sehr zu empfehlen.

Die Straße 820 führt über Chiguerque bis Chio. Die Insel, die man im Westen sieht, ist La Gomera. Hinter der Kapelle von Chio gibt es einen Fußweg zwischen fruchtbaren Gärten, Maisfeldern, Mandelbäumen und Weinfeldern hindurch über Los Pajareetund Las Tabladas zur Küste nach Alcala. Die Strecke ist etwa 5 km lang. Chio ist auch der Ort, von dem aus über die Straße 823 nach Osten hin der Pico del Teide und das zentrale Vulkangebirge der Cahadas erreicht werden kann.

Die Straße nordwestlich von Chio führt schließlich nach Tamaimo mit vielen kleinen Läden, in denen vor allem Obst und Gemüse gekauft werden kann. Die Pflanzenwelt dieser Region wird auffallend dichter und

grüner im Vergleich zu der um Los Cristianos.

Bevor man ab Tamaimo seinen Weg zur Nordküste fortsetzt, bietet sich ein Abstecher nach Los Gigantes an. Los Gigantes ist ein zumeist pauschal gebuchter Urlaubsort an der Westküste Teneriffas und auf einigen Karten identisch mit Puerto de Santiago. Vor allem Engländer scheinen sich diese Stadt zum Überwintern ausgesucht zu haben. Der „Harbour Club” ist eine der Einrichtungen, die ganz in der Nähe des Hotels „Los Gigantes-Sol” ein wenig britische Urlaubskultur repräsentieren.

Den Namen bekam Los Gigantes von den gigantischen Klippen, die sich an den Ort anschließen und an die 200 m hoch ragen. Sie gehören zu den größten Europas und prägen eine der malerischsten Küsten Teneriffas.

Essen und Trinken: Empfehlenswert: „Patricia”, edles Restaurant, Fisch, Fleisch, mit Tischen auch auf der Terrasse, an der Playa de La Arena.

Unterkunft:

Apartements „El Sombrero” (ein Schlüssel), Avenida Maritima, Puerto de Santiago, Tel. 86 77 86. Doppelzimmer ab 35 DM.

Apartements „Arena Negras”, Playa de la Arena, Tel. 11 11 40, ab 50 DM. Hotel „Santiago”, Los Gigantes, Tel. 11 08 34, größtes Hotel am Ort mit

382 Betten, und dennoch: ab 60 DM mit Frühstück.

Von Los Gigantes über Tamaimo und Retamar erreicht man nach ca. 11 km das Hochtal von Santiago del Teide. Wein wird hier angebaut, aber auch Feigen, Mandeln und Tomaten gedeihen hier. Übernachtungsmöglichkeiten gibt es nicht; die Fremdenverkehrsämter verweisen deswegen auf Puerto de Santiago, sprich: Los Gigantes.

Es gibt in Santiago del Teide einige attraktive Grillplätze, an denen sich an den Wochenenden vor allem Spanier tummeln. Aber man darf selbstverständlich mitgrillen. Von Santiago del Teide lohnt sich wegen der guten Aussicht auf La Gomera oder gar La Palma ein Abstecher zum verträumten Hirtendorf Masca, das im Barranco de Masca am südlichen Ende des Teno-Gebirges um eine kleine Kapelle herum gebaut wurde. Zu Fuß ist Masca auf einem Waldweg ab Santiago del Teide in ca. einer Stunde zu erreichen, die Straße ist des öfteren für Autos unpassierbar.

Weiter geht es von Santiago del Teide nach Norden und zum Mirador Valle de Ariba. Von dem Aussichtspunkt gesehen präsentiert sich der Pico del Teide von einer seiner schönsten Seiten. Das Valle de Ariba ist die Kakteen-Grenze Teneriffas,

der nachfolgende Ort Erjos die Wetterscheide. Noch vor dem Ortseinang geht rechts eine Straße ab, die nach drei Kilometern in San Jost de los Llanos endet, einem Dorf mitten in einem herrlichen Kiefernwald. Anschließend fährt man am besten auf dem gleichen Weg zurück zur Straße 820 und nach Erjos. Gleich links vom Ortseingang steht das „Casa Forestei”, ein Waldhaus, das zeitweilig bewirtschaftet wird. Ebenfalls links, ein unauffälliges Dorfkirchlein, von den Bewohnern des Ortes geliebt, von den Durchreisenden meistens übersehen.

Die Vegetation ändert sich ab Erjos: die niedrigen Büsche, ebenso die Regenfälle nehmen zum Norden hin zu. Vor allem Kartoffeln gedeihen hier, und zwar so gut, daß es bis zu drei Ernten jährlich gibt.

Die Straße führt durch Ruigomez und an Cruz Grande vorbei bis nach El Tanque. Dort geht links eine Hoppelpiste Richtung Tierra del Trigo ab, das etwa vier Kilometer von der Hauptstraße entfernt ist. Der mühselige Weg lohnt sich wegen der herrlichen Aussicht auf die Küste und den Garachico-Felsen bis hinunter zum gleichnamigen Städtchen. Wir passieren Tierra del Trigo und halten uns vor Garachico am Ende der kehrenreichen Straße links.Im Westen und Norden des TenoGebirges gibt es zwei interessante Orte: Los Silos und Buenavista, die einmal über diesen anspruchsvollen Weg zu erreichen sind ober aber bequemer über die gut ausgebaute Weststraße ab lcod de los Vinos. Vier Kilometer nach Los Silos erreicht man Buenavista. Die Dorfkirche „Los Remedios” in dieser nordwestlichsten Stadt Teneriffas gilt als besonders gelungenes Beispiel mudejarer Innenarchitektur (-9(unst). Von Buenavista aus lassen sich der Aussichtspunkt Mirador de Don Pompeyo und das Gebiet um den Leuchtturm von Teno erwandern.

Die Strecke ist zehn Kilometer lang und bietet immer wieder Bildmotive von der Küste vor Punta de Fraile. Die Strecke abzufahren ist lediglich mit einem geländegängigen Wagen empfehlenswert. Von Buenavista aus sind es bis Garachico etwa zehn Kilometer. Ein Lavastrom des Pico Viejo vernichtete 1706 einen Teil der Stadt und des Hafenbeckens. Das „Castillo de San Miguel” und ein paar alte Häuser aus dieser Zeit sind noch erhalten.

Auch wenn Garachico nach dieser Naturkatastrophe teilweise wieder aufgebaut werden konnte, so hat es seine Bedeutung als wichtigster Ausfuhrhafen nicht wieder erlangt. Die Schrecken, die der Pico Viejo vor

über 180 Jahren und die Erdbeben von 1905 verbreiteten, hatten jedoch auch einen kleinen Nutzen für den Ort mit seinen hübschen Gassen, einstöckigen Häusern und den kopf- steingepflasterten Wegen zur Küste. Dort nämlich haben die Lavaströme Mauern im Meer entstehen lassen, hinter denen sich einige Naturschwimmbecken gebildet haben. Wenn man von Santiago del Teide aus über Las Cruzes und den Weiler San Pedro die Serpentinen hinunter auf Garachico zufährt, dann kommt man auch an dem Restaurant „Brisas del Mar” vorbei. Garachico hat noch immer eine Fischereiflotte, und die liefert täglich frischen Fisch, den man hier gegrillt, gebraten oder gekocht essen kann. Portionen für umgerechnet 10 DM stillen schon mehr als nur den kleinen Hunger. Die Parallelstraße zum Hafen endet schließlich an einer beschilderten Kreuzung. Hier geht es rechts ab die Calle Puerto del Rosario entlang zum Krankenhaus und zum Kloster Santo Domingo. Es ist ein wuchtiges, altehrwürdiges Gebäude, das seine Geschichte bis ins 17. Jahrhundert schreibt.

Nicht weit von Garachico entfernt, Richtung EI Tanque, liegt der Weiler San Pedro de Daute. Im 15. Jahrhundert war Daute eines der neun mächtigen Reiche, die sich verbissen ge-

gen die Eroberung durch die Spanier wehrten. Rosmen, der Fürst (Mencey) von Daute, war so sehr auf seine Unabhängigkeit bedacht, daß er nicht einmal der Allianz der Guanchen beitrat, die geschlossen die Insel verteidigen wollte. Dadurch schwächte er insgesamt die Widersacher des Alonso Fernandez de Lugo, blieb isoliert und unterlag schließlich der feindlichen Übermacht. In Garachico selbst gibt es lediglich einige Privatquartiere, so daß sich dieser Ort nur als Zwischenstation für eine Reise durch den dichtbesiedelten Norden anbietet.

Vom „Drago Milenario” zum 18-Loch-Golfplatz: — Die Nordküste

Die Calle Puerto del Rosario in Garachico führt am Krankenhaus und Konvent vorbei durch einen Tunnel, nur noch sechs Kilometer sind es von hier aus bis zum berühmten Drachenbaum von lcod de los Vinos. Von hier aus gesehen steht der prächtige Baum in einer Rechtskurve hinter dem Ortseingang. Ihm gegenüber nehmen in dem Restaurant Hostal del Drago — Zimmer werden hier übrigens nicht vermietet — täglich Hunderte von Schaulustigen eine kleine Erfrischung zu sich. Und

das schon ab sehr früh morgens. Mit Bussen oder Leihwagen werden sie zu diesem Unikum aus dem Pflanzenreich gefahren; der Parkplatz unterhalb der Straße, die respektvoll um den Drachenbaum herumführt, ist dann ziemlich voll. Wer den Drachenbaum verpassen sollte, braucht tagsüber lediglich den Autoschlangen zu folgen oder — sollte es die einmal nicht geben — den Schildern ab Ortsmitte: „Drago Milenario” oder „Drago” steht darauf.

Die alte Weinstadt Icod de los Vinos ist besonders stolz auf ihren Alterspräsidenten unter den Drachenbäumen. Drei — bis viertausend Jahre soll er alt sein. Aber das ist höchstwahrscheinlich eine Version, die von den Bewohnern Icods der Reisenden wegen gerne aufrecht gehalten wird. 18 m Höhe wurde gemessen, der Stamm hat einen Umfang von über sechs Metern, unterhalb der breiten Krone etwas weniger; schadhafte Stellen haben Baumpfleger mit Beton ausgegossen. Der Draht um den Stamm herum soll Schnitzwütige daran hindern, dem Drago Herzchen und Initialien einzuschneiden. Denn auch wenn dem Drachenbaum von Icod de los Vinos von heutigen Forschern nur noch 370 Jahre zugestanden werden, handelt es sich um eine der beeindruckendsten Exemplare seiner Art auf der Welt.Wie Agaven bilden auch die Drachenbäume keinen holzigen Stamm aus. Demzufolge sind die Botaniker darauf angewiesen, die Verzweigungen in den Ästen abzuzählen, um das wahre Alter des Drachenbaums zu bestimmen. Allerdings ist diese Methode in der Fachwelt durchaus umstritten.

Rund um Icod wachsen köstliche Weine auf den vulkanischen Böden, auch heute noch, selbst wenn die Hochzeit des Anbaues längst vorbei ist. Die Stadt war im 18. Jahrhundert auch eines der Zentren der Seidenraupenzucht, die sich von hier bis nach Garachico erstreckte. Daran erinnert heute allerdings nichts mehr. Noch bevor das Geschäft mit der Seide voll erblühte, wurde die Kirche San Marco im Stadtzentrum gebaut. Das Schönste an diesem Renaissance-Gebäude ist der silberne Hochaltar aus dem 17. Jahrhundert. Und auch einen Blick an die Decke sollte man werfen; sie besteht aus reichgeschnitztem Pinienholz. Unterkunft:

Hostal-Residencia „Rosario” (*), San Felipe 4, Tel. 81 07 95; zwölf Zimmer für je etwa 45 DM.

In lcod de los Vinos orientiert man sich jetzt am besten an der Ausschilderung Orotava und Puerto de la Cruz, läßt die Cepsa-Tankstelle, die

Station der Guardia Civil links liegen und biegt kurz zur Küste ab nach Puerto de San Marco. Der felsengerahmte Strand des kleinen Fischerhafens besteht aus schwarzem Sand. In den zerklüfteten Felsen kann man Höhlungen entdecken, die vermutlich als Wohnstätten genutzt wurden. Das Meer ist meistens ziemlich bewegt, und dennoch zählt Playa de San Marco zu den beliebtesten Badeplätzen der Nordküste. Die kleine Kapelle an der Plaza wurde 1928 gebaut.

Der schnellste Weg von lcod und Puerto de San Marco nach Puerto de la Cruz führt über die Küstenstraße 820 und ist etwa 25 km lang. Sie teilt sich auf der Höhe von Santa Barbara.

Die vielen blonden und blauäugigen Menschen von San Juan, ihr hoher, kräftiger Wuchs wurden als Indiz dafür genommen, daß die Merkmale der Guanchen die Jahrhunderte überdauert haben.

Die rechte Straße reicht zunächst bis nach La Guancha unterhalb des 896 m hohen Topete, wobei sich immer wieder herrliche Aussichten auf die Nordseite des Pico del Teide bieten. Ebenso wie San Juan de la Rambla hat La Guancha eine große Rolle in der Geschichte des Hirtenberufes auf Teneriffa gespielt.

Auch nach der Eroberung durch die Guanchen war die Ziegen- und Schafzucht die Hauptbeschäftigung der Menschen dieses Gebietes. Bis heute garantieren diese Tiere — neben der Fischerei — der Bevölkerung eine ausreichende Versorgung mit tierischen Proteinen. La Guancha war vor 400 Jahren ein Rückzugsgebiet der Ureinwohner vor den eindringenden Spaniern. Hier haben sie auch ihre ethnischen Eigenarten weitgehend bewahren können. Nach acht Kilometern auf einer Straße mit engen Kurven erreicht man hinter La Guancha die Ober- und Unterstadt von Los Realejos. Ab hier verdichtet sich die Besiedlung des mittleren Nordens bis nach Puerto de la Cruz und wird erst bei Tacoronte an den Ausläufern des AnagaGebirges wieder dünner. Um 1500 war Los Realejos, die Stadt an der Tigaiga-Wand, ein reines Weinbaugebiet.

In der Oberstadt befinden sich die meisten frei buchbaren Unterkünfte und die älteste Kirche Teneriffas, die lglesia de Santiago gegenüber dem Rathaus.

Im Stadtteil La Longuera gibt es eine weitere Sehenswürdigkeit, den Nachtclub „La Cueva” (Tel. 34 08 05). In einer Höhle, die auch als Restaurant dient, zeigen in freizügigen Kostümen schwarze Tänzerinnen, was

sie als „Afrikanischen Tanz” bezeichnen. Es ist eine der schönsten Revuen auf den Kanarischen Inseln, die nur noch von der des Unterwasserclubs „Andromeda” in Puerto de la Cruz überboten wird.

Unterkunft:

Hotel „Reforma” (*”), Tierra de Oro, Tel. 34 10 00. 31 Zimmer. Residencia/Apartments „La Romantica I” (zwei Schlüssel), La Romantica, Tel. 34 01 50, Preis: ca. 100 DM. Der Weg führt uns an der Tankstelle vor dem Ortseingang vorbei über La Vera und La Montafieta de Los Realejos nach Puerto de la Cruz. Die Hafenstadt wird über die Nordautobahn direkt mit Santa Cruz de Tenerife verbunden und ist das meistgebuchte Reiseziel im Norden der Insel. Die Strandpromenade von San Telmo ist ein Treffpunkt mit Geschäften, Basaren, Cafös und Restaurants. Sie führt auf die Calle de Santo Domingo am Rathaus vorbei bis zum Markt und schließlich zum Puerto Pesquero, einem idyllischen Fischerhafen — trotz der Jahrmarktstände, die zur Zeit des Karnevals auf den Wellenbrechern zu sehen sind.

Der Hafen ist nichts für Schwimmer, das Becken ist schmutzig. Überhaupt enttäuscht die Küste von Puerto de la Cruz den Badefreund. Dafür kann er sich in der MartianezSchwimmlandschaft im Stadtteil San

Telmo schadlos halten. Diese Schöpfung des lanzarotenischen Künstlers Cäsar Manrique hat eine Oberfläche von 33 000 qm. Eine künstliche Badebucht mit schwarzem Lavasand gehört dazu, ebenso die Terrassen- bar „Isla del Lago” im Zentrum des Sees. Es gibt ein Restaurant und den Nachtclub „Andromeda”, der einzige Nachtclub unter Wasser auf den Kanarischen Inseln. Hier wird zwischen 21.30 und 3 Uhr morgens eine der besten internationalen Revueshows Teneriffas, wenn nicht ganz Spaniens geboten.

Das ehemalige Fischerdorf Puerto de la Cruz war früher die Hafenstadt des fruchtbaren Orotava-Tales und hieß dementsprechend auch Puerto de la Orotava. Von hier aus wurden Bananen und Wein verschifft. An die Bedeutung des Hafens von Santa Cruz ist Puerto de la Cruz allerdings nie herangekommen, im Gegenteil: Die Stadt war bis 1955 vergleichsweise unbekannt.

Dann wurden im Osten der Stadt die ersten Hotels gebaut, und Puerto de la Cruz entwickelte sich schnell zu dem Ferienzentrum, das man heute dort vorfindet, geprägt von Diskotheken, Bars, Hotels und Banken. Trotzdem hat es sich einen Teil der alten Atmosphäre bewahrt, wozu vor allem die Fußgängerzone der Innenstadt

beiträgt. Dazu gehört auch der Blick auf den Pico del Teide oder die Pfarrkirche Sehora de la Peria de Francia mit kostbaren Gemälden und einem barocken Altaraufsatz aus dem 17. Jahrhundert. Sie steht an der Ecke Calle de Zamora/Calle de Santo Domingo.

Sehenswürdigkeiten:

„Jardin Botanico” (Botanischer Garten). Man fährt vom Stadtzentrum Richtung Casino Taoro und biegt dann links auf die Carretera Botanico. Der subtropische Garten liegt im Stadtteil La Paz. Zu Fuß kann man ihn ab Plaza General Franco in 30 Minuten erreichen. Von dort fahren allerdings auch Busse.

Zum Bananenpark „El Guanche” fährt ab Lago Martianez/Cafä Columbus alle 20 Minuten ein Gratisbus. Täglich von 9.30 bis 12.45 Uhr und von 14.30 bis 17.45 Uhr wird Besuchern des Parks die Kanarische Landwirtschaft vorgestellt. Von Strelitzen über Ananas und Kaffee bis hin zum Drachenbaum — die wichtigsten Vertreter der Fauna dieser Insel werden einem dadurch vertraut. Die Bananera El Guanche, wie sie vollständig heißt, liegt nördlich des botanischen Gartens.

Das „Castillo de San Felipe” bietet bei klarem Wetter eine Sicht bis nach La Palma. Diese Burg liegt am Meer im Westen der Stadt. Man fährt auf dem Weg zum Papageien-Zoo „LoroParque” (–.Loro Parque) daran vorbei.

Das „Taoro-Casino” (Carretera del Taoro) hat für seine Gäste einen kostenlosen Taxi-Service eingerichtet, nicht nur für diejenigen, die kommen, sondern auch für die, die gehen. Und das nicht selten mit leeren Taschen. Wer sein Reisebudget aufbessern möchte oder muß, kann sich an Spielautomaten, Roulette-, Black Jackund Boule-Tischen versuchen. Man kleidet sich ein wenig schicker, also passend zu den gängigen Kreditkarten, ist mindestens 18 Jahre alt (Paß mitbringen;) und zahlt 7,50 DM Eintritt für eine Tageskarte.

Weitere Unterhaltungsmöglichkeiten bieten die zahlreichen Diskotheken, die über die ganze Stadt verteilt sind. Eine davon ist das „Qatar”, geöffnet von 22 bis 5 Uhr morgens, Stadtteil La Paz/Masaru, Tel. 38 23 07. Eintritt frei. Popmusik zu arabischen Nächten.

Essen und Trinken:

Man muß sich hart durchbeißen, will man auch nur einen Teil all der Lokale von Puerto de la Cruz kennenlernen. Für einheimische Küche sind die Restaurants „Atlantico” und „El Guanche” bekannt. Wer nach zahlreichen Paellas mitteleuropäische Kost wünscht, kommt in den „Südtiroler Speckstuben” auf seine Kosten,

Was groß aufmacht und vertraut klingt, muß nicht immer etwas für den schmaleren Geldbeutel sein. Das aber ist der empfehlenswerte Außenseiter Casa Louis „El Rincon” (Calle Iriarte 32, Tel. 38 07 97). Verspielte Einrichtung; Kopftücher über den Lampen dämpfen das Licht. Und der Fernseher über der Eingangstür dudelt den ganzen Abend. Ein Blick in die Speisekarte: Suppen von Meeresfrüchten 4 DM, Knoblauchsuppe 5 DM, Kaninchen gebraten 10 DM und Fischfilet 9 DM. Für umgerechnet 30 DM können sich zwei Leute hier gut und preiswert satt essen. Touristeninformationen: Zentrum für Tourismus, am Ende der Calle de Cologan, an der Plaza de la Iglesia 3; Tel. 38 43 28 oder 37 19 28. „Centro de Iniciativas Touristicas”, Calle Bethancourt.

Unterkunft:

„Maga” (*), Iriarte 9, Tel. 38 38 53. Elf Zimmer ab 50 DM.

Hotel „Monopol” (***), Quintana 15, Tel. 38 46 11. 92 Zimmer; Doppelzimmer ab ca. 90 DM. Ein Hotel in der Fußgängerzone. Bis zum Glasdach der Eingangshalle hinauf wachsen Palmen und andere tropische Pflanzen. Der kanarische Innenhof gewinnt seine eigenartige Atmosphäre durch die Holzbalkone über drei Stockwerke, Familienbetrieb seit 55 Hostal „Carmen”, Calle San Felipe 7, Tel. 38 25 40, Preis: ab 30 DM, sehr sauber, etwas laut durch den Straßenverkehr.

Hostal „Los Geranies”, Calle del Lomo 18, Tel. 38 28 10, ab 30 DM. Zwar kleine Zimmer, aber gemütlich.

Hostal „Liberia”, Gälte Cruz Verde 4, Tel. 38 36 88, ab 30 DM. Liegt recht versteckt in einer Seitenstraße. Ruhig. Kleine, aber ordentliche Zimmer.

Von Puerto de la Cruz geht es weiter nach La Orotava im Südwesten

La Orotava gilt als Perle unter den Städten der Kanarischen Inseln. Von dem fruchtbaren Tal, an dessen Eingang La Orotava liegt, schwärmte schon Alexander Freiherr von Humboldt (1769-1859) auf der Durchreise nach Südamerika. Vor allem die zauberhaften Häuser mit den typischen, aus Teakholz geschnitzten kanarischen Balkonen dürften auch ihm aufgefallen sein. Sie stammen größenteils aus dem 17. Jahrhundert. Die blumengeschmückte Plaza de la Constitucion ist ein Treffpunkt für jeden, der ein wenig Geselligkeit sucht. Andere schlendern durch die beschaulichen Gassen mit den Basaren und den Palästen der Noblen früherer Jahrhunderte.

Seit 1984 steht die Barockkirche Parroquia de la Concepcion unter Denkmalschutz. Den reich geschnitzten Altar schuf der Italiener Giuseppe Gaggini. Auf dem Vorplatz des Rathauses werden zu Fronleichnam Teppiche von Blumen ausgelegt, die im Orotava-Tal wachsen. Die Reisenden kommen von weit her, um dieses far-

benfrohe Schauspiel mitzuerleben. Der Name La Orotava könnte nordafrikanischen Ursprungs sein, denn es gibt ähnliche Bezeichnungen in den alten Reichen von Tez und Benamarin. Sollte die Wissenschaft das bestätigen, hätte sie weitere Hinweise über die ersten Kontakte zwischen Teneriffa und Afrika.

Im 15. Jahrhundert jedenfalls hieß das Tal noch Arautapola. Der damalige Ort diente dem großen Guanchenführer Benchemo als Sammelplatz, auf dem er sich für die Schlachten von La Mantanza de Acentejo und La Victoria de Acentejo gegen die Eroberer unter Alonso Fernandez de Lugo vorbereitete. Unterkunft:

Pension „Silene” (”*), Tomas Zerolo 9, Tel. 33 01 99; Doppelzimmer ab 50 DM, Zimmer haben Terrasse mit herrlichem Blick über die historische Stadt.

Von der zentralen Busstation und die Avenida Soledad Covian fährt man Richtung Cafiadas (-*Von der Uni bis zum Pico). Diese gute Straße wird auch von der roten Überland-Buslinie ab La Orotava befahren.

Die Besiedlung wird immer spärlicher, je weiter es ins zentrale Gebirge hineingeht. Die Gärten werden schließlich von Kiefernwäldern abgelöst. Spaziergänge bei Las Fuentes (1000 m hoch), Wanderungen durch den Wald bei La Caldera hinter dem Restaurant „Aguamansa” und dem 1250 m hohen Monte Verde können bis zu den Felsen von Los Organos führen. Vorsicht allerdings ist Rauchern geboten: Waldbrandgefahr! Die Straße führt am Aussichtspunkt Margarita Diedra vorbei — Blick auf den Pico del Teide — und erreicht dann schließlich bei Montaha Bermeja (1600 m) und Montaha Roja (1800 m) Höhen über der Wolkengrenze. Der rote Berg markiert das Ende des Orotava-Tales und für uns die südliche Grenze des Nordens von Teneriffa. Wir kehren um nach Orotava, um weiter nach Nordosten vorzudringen. Die Straße von Portillo de las Cafiadas nach La Laguna über den mittleren Grat von Teneriffa bleibt einem späteren Kapitel vorbehalten. In Orotava hält man sich nun rechts und fährt über den Stadtteil San Pablo Richtung Santa Ursula. An dieser Straße liegt der Mirador de Humboldt, benannt nach Alexander Freiherr von Humboldt, der 1799 in La Orotava war. Von der Terrasse der Cafeteria kann man das weite grüne Tal bis zur Küste am besten überblicken.

Über Santa Ursula geht es parallel zur Nordautobahn auf der Straße 820 weiter nach La Victoria de Acentejo. In der Schlucht von Acentejo lieferten sich vor 500 Jahren Spanier und Guanchen zwei erbitterte Schlachten:

Alonso Fernandez de Lugo setzte am 24. Dezember 1495 seine Truppen in Marsch. Benchemo, der große Guanchenführer, stellte die Hälfte seiner 5000 Krieger unter den Befehl von Acaymo, dem Fürsten von Tacoronte. Gleichermaßen ging de Lugo vor, sein Heer befehligten er und Lope Hernandez de la Guerra, der erholt und mit einem Schiff voller Lebensmittel gerade von Gran Canaria gekommen war. Nahe des heutigen Ortes La Victoria de Acentejo kämpften die Guanchen fünf Stunden lang verbissen.

Acaymo und Benchemo wurden verletzt, ihre führungslosen Truppen begannen auszubrechen. Als der greise Mencey von Tahoro den Rückzug befahl, schrien die Spanier lauthals „La Victoria;”, daß es tausendfach von den Wänden der Schlucht widerhallte.

Vorausgegangen war diesem Sieg die Schlappe vom 31. Mai 1494 bei La Mantanza de Acentejo, übersetzt: das Gemetzel von Acentejo, dem nächsten Dorf auf der Weiterfahrt nach Tacoronte.

An diesen Ort seiner Niederlage erinnerte sich Alonso Fernandez de Lugo lange bei jeder Mahlzeit. Tinguaro und Benchemo, die Guanchenfüh-

rer, lockten de Lugo mit seinen Soldaten in die Schlucht von Acentejo. Just als sich die Spanier über die unheimliche Schlucht zu wundern begannen, pfiffen die Guanchen nach ihren Vierbeinern. Die Tiere kannten ihre Herren und rannten ihnen entgegen. De Lugo war verwirrt. Noch ehe er sich von seinem Schrecken erholt hatte, waren 900 seiner Männer tot.

Der General selbst wurde am Mund gefährlich verletzt. Schließlich jedoch gelang ihm die Flucht nach Santa Cruz, wo er sich von seiner schlimmsten Niederlage erholen konnte. Die Straße hinter La Mantanza de Acentejo führt schließlich unter der Autobahn durch. Gleich nach der Unterführung geht rechts eine Straße ins Zentrum von Tacoronte. 15 000 Menschen leben in diesem Ort etwa 20 km südlich von Punta del Hidalgo im Norden Teneriffas, umgeben von Weingärten. Tacoronte war eines der neun Königreiche, die der spanische Eroberer Alonso Fernandez de Lugo unterwerfen mußte. Es stand unter der Führung des mächtigen Rumen und später seines Sohnes Acaymo, die beide Nachkommen des Tinerfe von Adeje waren. Acaymo war der Allianz zwischen den neun Königen Teneriffas beigetreten und ergab sich erst im letzten Moment,

sein Bein verstümmelt, die Lanze rot vom Blut der Spanier.

Golfer schätzen Tacoronte wegen seines Platzes mit 18 Löchern 510 m über dem Meeresspiegel. In der Kirche des früheren Augustinerklosters San Agustin ist vor allem eines sehenswert: Cristo de los Dolores. Das Kunstwerk aus dem Jahr 1664 stellt den Heiland dar, der stehend das Kreuz umarmt.

Unterkunft:

Apartment „Pedregal” (zwei Schlüssel), El Pedregal, Tel. 56 07 66. Apartment für ca. 50 DM.

Apartment „Tarajal” (zwei Schlüssel), Urbanizacion Mesa del Mar, Tel. 56 00 53. Apartment für ca. 40 DM.

Wo Beneharo von den Seinen verlassen wurde — das Anaga-Gebirge

Die Halbinsel im Norden Teneriffas ist ein unwegsames Waldgebirge, das zum Meer hin steil abfällt. Es gehörte zu den Königreichen, in das Teneriffa nach dem Tode Tinerfe des Großen aufgeteilt wurde. Anaga wurde dem jüngsten Sohn Tinerfes, Beneharo I. zugesprochen. Sein Sohn Beneharo II. galt den Guanchen als kühnes Vorbild im Kampf gegen die Spanier. Er war nicht umzubringen und nahm sich das Leben, als er sich schließlich vor Taganana von seinem Volk verlassen fühlte.

Taganana ist heute noch der einzige größere Ort im Anaga-Gebirge nördlich der Linie Tacoronte — La Laguna — Santa Cruz. Es gibt vergleichsweise gute Fahrstraßen durch das zerklüftete Gebirge. Nach Südwesten geht Anaga in den Höhenzug La Cordillera Dorsal über und gipfelt in den Cariadas am Pico del Teide.

Das Anaga-Gebirge ist eines der ältesten Teile Teneriffas mit glasharten Basaltschloten und auffälligen Gangmauern. Während unten noch Lorbeer in Hochwäldern wächst, wird die Flora weiter oben von Erika, Myrthen und Lorbeerbüschen abgelöst. Die Häuser werden meistens an die Hänge gebaut oder zur Hälfte eingegraben. Die Menschen leben hauptsächlich von der Landwirtschaft. Ihre Produkte verkaufen sie in den Städten südlich des Gebirges. Das Anaga-Gebirge ist aus drei Richtungen zu erreichen: von Santa Cruz über San Andres aus südlicher Richtung; von La Laguna aus über eine mittlere Straße. Die nördlichste Strecke verbindet Tacoronte mit Bajamar.

Die Straße ab Tacoronte führt durch das Papaya-Gebiet des Valle de Guerra nach Tejina. Das Tal von Tejina, das sich nach Tegueste erstreckt, war 1495 eine Stätte des To-

des und der Angst. Die Guanchen hatten von einer Schlacht bei La Laguna eine Epidemie mitgebracht, die von Hunderten verwesenden und unbeerdigten Gefallenen ausging. Trotzdem fürchteten sie mehr, ihre Freiheit zu verlieren, als an der Seuche zu sterben. Einige brachten sich um, um den Eroberern zu entgehen.

Von Tejina aus sind es nur noch drei Kilometer bis Bajamar. Es gibt hier verschiedene Naturschwimmbecken, die Schwimmer vor der Brandung des Atlantik schützen. Bajamar ist von La Laguna aus bequem mit dem Bus zu erreichen. Die drei Kilometer bis Punta del Hidalgo sind ein angenehmer Spaziergang. „Spitze des Edelmannes” bedeutet der Name dieses Ortes und erinnert an den armen Edelmann (Achimencey), dem diese Region zur Zeit der Eroberung gehörte. Aguahuco war ein unehelicher Sohn des Tinerfe. Den alten Fischerort prägen heute moderne Hotel- Apartment- und Bungalowanlagen.

Unterkunft:

„La Perla de Arguacada” (zwei Schlüssel), Apartments für zwei Personen ab 60 DM. Das Schwimmbad kann für ca. 3 DM auch von Nichtbewohnern genutzt werden; Kinder zahlen die Hälfte. Im Haus gibt es verschiedene Lädchen und eine Autovermietung.

„Oceano” (ein Schlüssel), Punta Hidalgo, Tel. 54 11 08. Apartments zwischen 100 und 200 DM.

Man muß wieder zurück Richtung Tejina, läßt das Kaffee-Geschäft rechts liegen, ebenso den Intershop, zur Linken das flache und begrünte Gebirge. In Tejina folgt man der Ausschilderung La Laguna, biegt also links ab. Nach etwa zwei Kilometern, hinter den Haarnadelkurven, geht rechts eine Straße nach EI Soccoro ab, das an einem kleinen Kratersee liegt. Anschließend zurück zur Hauptstraße und weiter nach Tegueste. Die Bauern sollen viele der guanchischen Merkmale bewahrt haben. Es ist eines der Gebiete, in das sich die Ureinwohner nach den Angriffen der Spanier zurückzogen, je nach Bedarf war es ihnen möglich, weiter in die Berge zu flüchten, wenn es sein mußte. Einer der Fürsten und Sohn Tinerfe des Großen gab dem Dorf den Namen. Tegueste I. war ein reicher Schaf- und Ziegenzüchter. Er benötigte allein 100 Hirten für die Bewachung seiner Herden.

Die Straße wird zunehmend schlechter und kurvenreicher. Wer weiter ins Maga-Gebirge fahren möchte, sollte zwischen Las Canteras und Las Mercedes noch einmal tanken. Ab jetzt gibt es keine Möglichkeit mehr für einen Stopp.

Am Aussichtspunkt zeigt eine Tafel an, wie die weiteren Straßenverhältnisse ins Anaga-Gebirge sein werden: Nach schwerem Unwetter sind die Straßen teils verschüttet, schmierig von verwittertem und von Reifen zermahlenem Gestein. Mit Steinschlag ist stets zu rechnen, die Brocken haben tiefe Löcher in die Fahrbahn geschlagen, und oftmals liegen noch von den letzten Abbrüchen Felsstücke herum. Wenn die Tafel bei Las Mercedes’ davon abrät weiterzufahren, sollte man das durchaus ernst nehmen und versuchen, über Santa Cruz und San Andres nach Norden vorzustoßen. Denn was einen erwartet, ist eine der schönsten Gegenden auf Teneriffa, nur noch vergleichbar mit Teilen von El Hierro und La Gomera.

Aus dem Grunde wurden ab Las Mercedes auch verschiedene Aussichtspunkte eingerichtet; der nächste ist die Kapelle Cruz del Carmen, es folgt der Mirador Pico del Inges. Von dort sieht man den 751 m hohen Roque de la Fortaleza und schaut in den Barranco de Tahodio, der an der Küste in den Vororten von Santa Cruz endet. Auf den Schildern am Straßenrand und in den Kiefernwäldern wird vor möglichen Brandgefahren gewarnt. Ab Casas de la Cumbre sieht man an beiden Seiten der Straße bis zur Küste. Befestigte Aussichtspunkte entlang der Bergstraße erlauben zu rasten. Selten gibt es Wanderer hier, obwohl es eines der unberührtesten Gebiete Teneriffas ist.

An der Kreuzung von El Bailadero geht es geradeaus über einen schmalen Grat bis nach Chamorga, was der Aussicht wegen einen Abstecher lohnt. Mehr wird man jedoch auf der Straße links erleben, von der es nach wenigen Metern wieder links abgeht bis Taganana. Das guanchische Wort bedeutet „Gebiet der Felsen”, was nicht heißt, das Land sei landwirtschaftlich nicht nutzbar. An den Hängen dieses wahrscheinlich ältesten Dorfes auf Teneriffa wächst guter Wein. Um ins Zentrum zu gelangen, fährt man in einer Rechtskurve gegenüber dem Restaurant „Xiamora” die schmale Straße links hinauf bis zum Freizeitzentrum „Centro Cultural y Recreativo Anaga”. Ab hier sollte man zu Fuß weitergehen und den Anblick Tagananas genießen, dessen Höfe sich verträumt an die umliegenden Weinberge schmiegen. Hinter Taganana gibt es nur noch vereinzelt Häuser an der sehenswerten und felsigen Küste vor Almaciga und Benijo. Die Straße endet hier. Es ist meistens windig, und wer in einem Auto übernachten muß — hier gibt es keine Unterkünfte — wird kräftig durchgeschüttelt. Man muß über die

kurvenreiche Straße mit den steilen Hängen zurück Richtung El Bailadero.

Man biegt rechts Richtung La Laguna und dann sofort wieder links ab nach Süden. Dort liegen Santa Cruz und San Andres. Die Straße hinunter ist extrem kurvenreich, so daß es einem Autofahrer schwerfällt, auf die Pflanzen, vor allem beeindruckende Exemplare von Kandelaber-Wolfsmilchgewächsen, zu achten. An der Tankstelle von San Andres an der Kreuzung zur Küstenstraße, fährt man links, bis es nicht mehr weitergeht und ist nach sieben Kilometern in Igueste de San Andres. Die Straße endet in diesem Bananendorf, das zu den schönsten Teneriffas zählt. Igueste de San Andres wird auf den Karten kurz als Igueste angegeben, was zu Verwechslungen mit Igueste de Candelaria führen kann.

Von der Kirche und der Plaza San Pedro führt die Calle del Carmen hinunter zu einer zauberhaften Gartenlandschaft.

Zwischen den Gärten mit ihren Orangenbäumen und Bananenstauden plätschern erfrischend die Bewässerungskanäle. Igueste ist ein geruhsamer Ort im gleichnamigen Barranco, in dem es zwar keine Unterkunft oder nennenswerte Restaurants gibt, jedoch einige geruhsame Plätze, auf denen man sich eine Weile vom Ur-

laubsstreß absetzen kann. Von den Stegen an der Küste kann man bei klarem Wetter den Pico del Teide sehen und im Vordergrund Santa Cruz. Zurück geht es an der schwarzen Sandbucht der Playa de las Gaviota vorbei über die Siedlung Succulum bis zur Playa de las Teresitas kurz vor San Andres. Der künstliche Strand wurde Anfang der 70er Jahre aufgeschüttet. Wellenbrecher verhindern, daß der Sand des 30 Hektar großen Badesees weggespült wird. Ausreichend Parkplätze, zehn Süßwasserduschen, der Wachturm und das Zentrum des Spanischen Roten Kreuzes bieten eine optimale Betreuung an diesem Strand. Für Kinder gibt es eine Wasserrutsche. Oben-ohne-Baden wird geduldet; FKK dagegen nicht.

Von San Andres aus sind es nur noch zehn Kilometer bis Santa Cruz. Vor der Hauptstadt endet das AnagaGebiet.

Vom Ariaza-Strand bis Ten Bel und Reina Sofia — der Osten

Alonso Fernandez de Lugo ging am 1. Mai 1492 mit 15 Schonern an der Küste von Ariaza im Nordosten von Teneriffa vor Anker. Er kam also nicht allein. Seine Begleiter: 1000 Solda-

ten, 120 Pferde, Hunderte königstreuer Guanchen der anderen Inseln. Die Lage seines Ankerplatzes schien ihm günstig — aus strategischen Gründen. Von hier aus konnte er bequem ins Landesinnere vordringen. Hierhin kehrte er nach seinen Niederlagen und Siegen zurück. Hier gründete er am 3. Mai Santa Cruz de Tenerife. Mit 191 000 Einwohnern lebt heute fast die Hälfte der Bevölkerung Teneriffas in Santa Cruz. Santa Cruz ist seit 1927 Provinzhauptstadt von Teneriffa, La Palma, La Gomera und El Hierro.

Die Stadt wird vom Barranco de San- tos geteilt: der Norden ist modern, der Süden ärmer und älter, zum Teil auch Industriegebiet. Es gibt hier Museen und Kulturdenkmäler und den berühmten Hafen, der in die Stadt integriert ist. Jedes Jahr machen hier über 10 000 Überseeschiffe, Frachter, Fischerboote und Bananendampfer fest. Dazu gehören auch die meisten Schiffe des Verkehrs zwischen den Inseln.

Wer einen Parkplatz gefunden hat — zum Beispiel in der Nähe der Plaza de Esparia — kann von dort aus seinen –,Stadtrundgang beginnen.

Nützliche Adressen: Auslandsvertretungen:

Konsulat der Bundesrepublik Deutschland: Avenida de Anaga 43, Tel. 28 48 12.

Das Archäologische Museum steht gleich am Anfang der Avenida Bravo Murillo, die an der Plaza de Esparia beginnt. Es hat täglich geöffnet von 9 bis 13 Uhr und von 16 bis 18 Uhr. Erwachsene zahlen ca. 3 DM Eintritt, Kinder und Studenten nichts. Im Museum sind Dokumente zur Geschichte der Kanarischen Inseln, vor allem aber auch Überbleibsel aus der guanchischen Kultur, Mumien, Schädel, Töpfereien und Waffen ausgestellt.

Im Palacio Insular, der Inselverwaltung, die sich im gleichen Gebäude wie das Museum befindet, gibt es auch ein Informationsbüro für Touristen.

Die Calle del Castillo, eine der Haupteinkaufsstraßen und Fußgängerzone führt ab Plaza de Espaha Richtung Plaza de Weyler. Man kommt an der Plaza de Candelaria mit dem Denkmal der Madonna von Candelaria vorbei, einer marmornen Säule, die 1778 von dem Italiener Canova geschaffen wurde. Der offizielle Name der Plaza ist Plaza de la Constitucion.

Man geht links in die Calle Cruz Verde hinein bis zur Imeldo Seris, dann rechts hoch bis zum Theater an der Plaza !sie de la Madeira. Das Theater wurde nach dem Dichter Angel Guimera benannt, der 1847 in Santa Cruz de Tenerife geboren wurde.

Von dem schlichten Äußeren des Teatro Guimera soll man sich nicht täuschen lassen. Innen ist es besonders liebe- und kunstvoll gestaltet.

Man kann ab Theater die Calle Valentin Sanz und die Puente General Serador bis zum Zentralmarkt Mercado de Nuestra Seriora de Africa laufen, wo sich wochentags schon vor Sonnenaufgang Bauern und Großhändler bemühen, frisches Gemüse, Käse, Brot und Obst zu verkaufen. Ein Besuch der Markthalle lohnt auch wegen der Fassade mit dem orientalischen Uhrenturm Der Weg führt weiter Richtung Puente Calceran, entweder die Avenida de San Sebastian hinauf oder parallel dazu entlang dem Barranco de San- tos die Straße Padre Aguere hoch bis Puente Calceran. Dort geht es rechts weiter bis zur Plaza de Weyler mit den hübschen Fischen des marmornen Brunnen und dem Palast der Generalkapitäne. Hier lebte bis zum 16. Juli 1936 auch General Franco, bevor er im Esperanza-Wald von Las Raices zum Spanischen Bürgerkrieg aufrief und nach Spanien übersetzte. Die Puente Calceran heißt ab Plaza de Weyler Avenida Veinticinco de Julio und führt Richtung Rathaus und Zivilregierung, die beide wegen ihrer eindrucksvollen Portale bekannt sind. Von der Plaza Veinticinco de Julio geht links die Calle Costa y Grijalba

ab zur Stierkampfarena. Die General O’Donell rechts führt hinunter zum Parque Garcia Sanabria. Der Park mit seinen schönen Blumenbeeten, Cafes, Kinderspielplätzen und seiner Minigolfanlage trägt den Namen des Bürgermeisters und maßgeblichen Förderers der Stadt. Ein Denkmal erinnert an den Gönner. Die südliche Grenze des Parkes ist die Calle Mendez Nufiez, die — wenn man von der Straße Numancia kommt — zur Calle Pilar führt. Man geht die Pilar hinunter bis zur Iglesia de San Francisco, die 1680 dem spanischen Kolonialstil entsprechend mit barocken Elementen aufgebaut wurde. Beachtenswert ist vor allem auch die Kuppel mit den blauweißen Kacheln.

Hinter der Iglesia de San Francisco befindet sich das Städtische Museum der schönen Künste, in dem alte Waffen mit Plastiken und Bildern um die Aufmerksamkeit der Besucher wetteifern. Der Rundgang durch die Innenstadt führt ab Iglesia de San Francisco die Villalba Hervas hinunter zur Avenida Cuba. An dieser Straße, die stadtauswärts auf die Fortsetzung der Küstenstraße Avenida Anaga führt, gibt es zahlreiche Cafes, Tabakgeschäfte, Reisebüros und Banken.

Rechts geht es an der Plaza de Espene vorbei die Avenida de Bravo Mu-

rillo hinunter bis zi` ”za de I qlesia. Dort steht die älteste Kirche von Santa Cruz, die Iglesia de la Concepcion. Die Kirche der Empfängnis wurde 1502 errichtet, brannte 150 Jahre später nahezu vollständig ab, doch die fünf Schiffe dieses barocken Rauwerkes konnten wieder aufgebaut werden.

In der Kirche gibt es Dokumente aus der Zeit de Lugos und Fahnen des 1797 geschlagenen englischen I nrris Nelson zu sehen. Eines der bedeutendsten Zeugnisse aus dieser Z steht jedoch nicht in dieser Kirc Die Kanone nämlich, die dem enatischen Adeligen bei seinem Angriff am 25. Juli seinen Arm kostete, steht an der Hafenesplanade auf der stion Castillo Paso Alto, wurde 1 in Sevilla hergestellt und heißt EI Tigre. Man erreicht diese Burg über die Avenida Anaga stadtauswärts Richtung San Andres und Playa de ias Teresitas links vom Club Nautico. Es gibt in dieser Großstadt im7ähl ge Restaurants mit internationaler), Speisekarten. Z. B. das „Ainara”, über die Fußgängerzone Calle d Castillo zu erreichen ist und in der Passage gegenüber dem Kaufhaus „Maja” eingerichtet wurde. Dec „A! nara” ist trotz der zentralen Lage preisgünstig geblieben: russischen Salat gibt es ab umgerechnet 7 DM und Langusten für etwa 18 DM.

In der Passage befindet sich auch eine Telefonzentrale, die täglich von 10 bis 12.30 Uhr und von 15.30 bis 21 Uhr geöffnet hat.

Von der Plaza de Esparia fährt man am Gebäude der Inselverwaltung (Cabildo Insular) links vorbei auf die Straße Jose Antonio Primo de Rivera oder auf der Avenida Bravo Murillo bis zur Avenida Tres de Mayo. Die Tres de Mayo ist der Zubringer für die Nord- und Südautobahn. Auf der Höhe der Calle Jose Hernandez Alfonso liegt links der Busbahnhof, von dem aus die meisten Stadt- und Überlandbusse abfahren.

Die Südautobahn führt an der Militärbase Hoya Fria und Santa Maria del Mar vorbei bis Radazul. Der aufstrebende Ort wird Urlaubern und Bewohnern mit etwas mehr Taschengeld vorbehalten bleiben. Ein Jachthafen existiert bereits, es wird tüchtig gebaut, und eines der bedeutendsten Lokale wird in dem Rundbau „El Puente de Radazul” eingerichtet. Darin auch die Verwaltung für den größten Teil der jungen Siedlung. Von Radazul sind es nur noch wenige Autobahn-Kilometer bis Candelaria. Wer die schönere Strecke über die parallele Landstraße 822 nimmt, sollte sich nach Las Caletillas und Las Arenitas orientieren. Von dort aus führt eine Küstenstraße bis hinein ins

Zentrum von Candelaria (7500 Einwohner). Diese Straße ist nicht in allen Karten eingezeichnet; sie endet an der Plaza de la Patrona de Canarias. Die Statuen um den Platz vor der Basilika zeigen Guanchenführer. Ein Guanche fand 1390 eine Madonnenstatue mit schwarzem Gesicht vom Meer an den Strand gespült. Er versteckte sie in einer Höhle, in der sie seitdem verehrt wurde. Die Spanier folgten dem Glauben der Guanchen und verehrten die Figur ebenfalls als wundertätig. Die Madonna wurde Schutzheilige der Kanarischen Inseln, auch wenn das Meer die Originalstatue 1826 während einer Sturmflut längst wieder zurückgefordert hat. Doch auch die neue Jungfrau, von Fernando Estevez um 1830 geschaffen, soll in der wuchtigen Basilika Wunder wirken. Daran glauben unzählige Teneriferos, die jährlich am 15. August von allen Inseln zu ihrer Virgen de la Candelaria pilgern. Geht man rechts der Basilika die Straße hoch, dann liegt links das Rathaus mit der kleinen Polizeistation. Gegenüber diesem Ayuntamiento befindet sich im Eckhaus Nr. 2 ein kleiner Lebensmittelladen hinter einer grünen, unbeschrifteten Tür. Ein Tip für Leute, die preiswert reisen und einkaufen wollen.

Caletillas führt, kommt man an der Apotheke und an der Banco Hispanico vorbei (Geldwechsel) und an verschiedenen Restaurants mit Blick auf den schwarzen Sandstrand von Candelaria. Die Rote-Kreuz-Station befindet sich am kleinen Fischereihafen, von dem aus die Restaurants täglich mit Frischfisch versorgt werden. Z. B. das Bar-Restaurante „Gase Sindo”: Frühmorgens treffen sich hier vor allem die Männer zu einer Tasse Kaffee, gegen Mittag tummeln sich hier Besucher Candelarias. Abends herrscht Hochbetrieb. Tip für den Appetit zwischendurch: Sopa de la Marina, Suppe auf Seemannsart für umgerechnet 6 DM.

Von der Ortsmitte nach Santa Cruz de Tenerife fahren stündlich Busse.

Von Candelaria aus fährt man am besten wieder nördlich bis Las Caletillas und von dort über Igueste de Candelaria Richtung Arafo. Ein freundliches Dorf mit einstöckigen, flachdachigen Häusern und hübschen Terrassengärten ist Araya de Candelaria, zu dem an Kilometerstein 22 auf der Straße 822 eine Straße rechts hochgeht. Dieser Weg führt auch nach Las Cuevecitas mit einer Kirche, deren Turm aus roten, runden Vulkansteinen errichtet wurde. Kakteenfelder prägen die Landschaft. Es geht zurück auf die Straße 822

und dann wieder südwestlich bis an die Kreuzung von 822 und TF 413 in Iserce. Hier liegt die Burro Ranch, von der aus täglich außer dienstags um 10 und 14 Uhr Eselsafaris starten, an denen Erwachsene ebenso teilnehmen können wie Kinder. Der eineinhalbstündige Ausritt kostet ca. 40 DM, für Kinder ca. 25 DM, ein reichliches Mittagessen eingeschlossen. Von der Burro Ranch bis zur Abz gung nach Arafo bei La Hidalgo s es nur noch drei Kilometer. Arafo ist ein sehenswertes Dorf mit zahl chen Terrassengärten, Orangenb men, Feigenkakteen und Blumenbeeten. Arafo wurde 1974 schönstes Dorf der Kanarischen Inseln, 1975 fiel es auf Platz zwei zurück; 1982 wurde es erneut prämiert: als zweites Dorf Spaniens für Verschönerungsmaßnahmen.

Über La Hidalgo oder Icoro erreicht man nach fünf Kilometern Güimar. Hier etwa hört die fruchtbare Gegend auf, und die Malpaises (schlechtes Land) beginnen. Neben den Tomatenfeldern und Bananenpflanzunaen behaupten sich anspruchslosere Flechten und Kanarenkiefern. Sehenswert an der Stadt sind die Plaza und die Kirche San Pedro aus dem 17. Jahrhundert.

Apartmenthaus „Pemasse” (zwei Schlüssel), Puerto de Güimar, Tel. 51 16 50; zehn Apartments ab ca. 30 DM.

Zurück zur Straße 822, denn über die schnellere Autobahn gen Süden würde es langweilig. Hinter dem Weiler Las Rosas fährt man am Aussichtspunkt Mirador de Don Martin vorbei, von dem aus die Küste bis nach Puerto de Güimar über Felder und Bananenplantagen hinweg zu überblicken ist.

Rechts der Straße, hinter dem Bergrücken Lomo de Viento und vor La Medida mit der hübschen rotweißen Kirche, sind in die Hügel Höhlen eingegraben. Die Bauern versperren sie mit Türen vor neugierigen Reisenden. Der nächste größere Ort ist Fasnia mit weiteren Höhlen in den Tuffgesteinen, die nach der spanischen Eroberung noch lange von Guanchen bewohnt wurden.

Kurz vor dem Ortsausgang führt eine Serpentinenstraße am Rathaus und der Caja Rural vorbei zu den Los Roquettes, einer interessanten Felsformation an einem kleinen Hafen und der Playa del Abrigo.

Über Icor und Lomo de Arico und

kleinen Dörfern mit ihren weiß getünchten Kapellen ist man nach etwa 40 Kilometern in Granadilla. Das Landwirtschaftszentrum heißt eigentlich Granadilla de Abona und wirkt ungestört von dem Fremdenverkehr des Südens. Bis zum Strand sind es immerhin einige Kilometer.

Unterkunft:

Fonda Santiago, an der Hauptstraße schräg gegenüber der Post, Tel. 77 00 67, 13 DM pro Person, für zwei Personen das Doppelte, sehr nette, ältere Dame managed das Haus, viele Blumen, sehr sauber. Die Zimmer sind recht klein mit kleinen Fenstern, WC und Dusche sind auf dem Gang, aber wie gesagt, es ist alles sauber. Pension „Dos Hermanos”, Tel. 77 07 35. Das Haus liegt direkt an der Durchgangsstraße schräg gegenüber der Bank „Hispano Americano”. Es ist etwas laut, da die Zimmer fast alle an der Straße liegen. Restaurant und Bar unten im Gebäude. Preis: 17 DM für eine, 40 DM für zwei Personen. Nicht ganz so sauber wie bei Senora Santiago. Frühstück: 7 DM, Halbpension: 14 DM.

Apartmenthaus „Marazul” (ein Schlüssel), Plaza de El Medano, Tel. 70 42 77; Apartments zwischen 60 und 90 DM.

Nördlich von Granadilla, an der Straße 821 zu den Cariadas und Tamai-

mo bei Los Gigantes, liegt noch ein interessanter Ort:

Vilaflor. Bekannt wurden die VilaflorSpitzen, die hier günstiger gekauft werden können als in den Touristenzentren und Geschäften der größeren Städte. Vilaflor liegt 1161 m hoch mitten in einem der bedeutendsten Kiefernwald-Gebiete Teneriffas. Leider wurden von den Riesenkiefern in den letzten Jahrzehnten viele gefällt. Einige Exemplare erreichen jedoch noch immer Höhen über 30 m. Die äußerlich schlichte Dorfkirche an der Plaza y Templo San Pedro beherbergt einmalige Schätze kanarischer Holzschnitzkunst. Auffällig ist die Altarseite und das Standbild des Heiligen Petrus, eine wertvolle Arbeit aus Alabaster.

Nach diesem Abstecher geht es zurück nach Granadilla und dort rechts ab nach San Miguel, eines der unberührtesten Dörfer dieser Gegend, bekannt vor allem seiner zeitweiligen Blumenpracht wegen und Geburtsort des Humanisten, Mediziners und Historikers Juan Bethancourt Alfonso (1847 — 1913). An ihn erinnert eine Gedenktafel an dem Haus gegenüber der Kirche.

Über das Valle de San Lorenzo und das gleichnamige Dorf erreicht man schließlich Chayofa, einen Villenort mit Tennisclub in einem wahren Blu-

menmeer. Das Restaurant „Meson Chayofa” wird unter Feinschmeckern weiterempfohlen. Montag Ruhetag. Ganz in der Nähe sind die Jardines del Atlantico, die Botanischen Gärten (—¦ Freizeitparks im Südwesten Teneriffas).

Von Chayofa geht es Richtung Los Cristianos weiter, an der Kreuzung jedoch links auf die Straße 822 und nach vier Kilometern rechts ab nach Ten Bel.

Ten Bel heißt nichts anderes als „Teneriffa Belgica”. Belgier haben dieses Touristenzentrum 15 km von Los Cristianos entfernt an der Costa del Silencio aufgebaut. Ten Bel hat einen hübschen schmalen Sandstrand, aber auch ein großes Meerwasser- Schwimmbecken.

Bis zum Dünenstrand von EI Medano sind es über Chafiras und die Straße südlich des Flughafens Reina Sofia etwa 20 km. El Medano wird wegen seiner günstigen Windverhältnisse von Surfern gerne besucht. Es gibt zwei preiswerte Pensionen: Hostal „Carel”, Avda. de los Principes 22, Tel. 70 42 50, Zimmer haben Dusche, zwischen 20 und 50 DM. Sehr nette Familie betreut die Gäste. „Casa Huespedes”: dieses Haus ist etwas für wenig Anspruchsvolle. Es befindet sich direkt an der Mole und das Bett kostet 9 DM.

Von der Uni bis zum Pico

Die Stadt, von der aus die Reise ins

Innere Teneriffas gehen soll, unter-

hält die einzige Universität der Kana-

rischen Inseln. Am Südende des

Anagagebirges zwischen Tacoronte

und Santa Cruz hat sie ursprünglich

an einem kleinen See gelegen, an ei-

ner Lagune, von der nur der Name

blieb, die jedoch längst ausgetrock-

net ist:

La Laguna. Das Tal von Aguere, in dem La Laguna liegt, war 1494 Ort schlimmer Kämpfe zwischen Spaniern und Guanchen. Alonso Fernandez de Lugo hatte 600 erfahrene Infanteristen und 50 Berittene aus Sanlucar de Barramada, der Hafenstadt an Spaniens Fluß Guadalquivir, mitgebracht und sie mit den Wartenden vor Afiaza zusammengeführt.

Mit insgesamt 1100 Infanteristen und 70 Kavalleristen marschierte er von Santa Cruz aus den 5000 Kriegern Benchemos entgegen, der sich der kastilischen Krone noch immer nicht unterordnen wollte.

Am Ende des 13. und 14. November waren Hunderte von Guanchen tot und ein Teil ihrer Anführer erschlagen. 1496 gründete de Lugo La Laguna, die erste Hauptstadt Teneriffas, entsprechend dem quadratischen Muster der damaligen Städteplanung mit engen, parallelen Gassen und

Plazas. Eines der ersten Gebäude von La Laguna war die kleine Kapelle Nuestra Sehora de Garcia, die an die Auseinandersetzungen mit den Guanchen erinnert.

La Laguna blieb bis 1723 Sitz der spanischen Generalkapitäne; dann wurde Santa Cruz Hauptstadt. Doch als Universitätsstadt und Bischofssitz mit zahlreichen Priesterseminaren ist es noch immer bedeutend.

Die Sehenswürdigkeiten sind über das gesamte Stadtgebiet verstreut. Es lohnt sich, für eine Besichtigung ein Taxi zu mieten: Im Klostergarten des Seminario Diocesano steht der zweitschönste Drachenbaum Teneriffas.

Die dreischiffige Basilika La Concepcion aus dem 16. Jahrhundert ist wegen ihrer barocken, geschnitzten Kanzel und ihres Turmes aus dem Jahre 1790 sehenswert.

Der Grundstein der Kathedrale Los Remedios wurde 1505 gelegt, geweiht wurde sie erst 400 Jahre später. Innen gibt es Kunstwerke aus dem 18. und 19. Jahrhundert und die schlichte Grabstätte des Eroberers de Lugo.

Die ehemalige Klosterkirche San Francisco liegt im Osten der Stadt und beherbergt das gotische Standbild des Santisimo Cristo de La Laguna.

Der Palacio Episcopal (Bischofspalast) steht in der Calle San Agustin und an der Plaza del Adelantado der Palacio de Nava, der Palast der Generalkapitäne. Das neoklassizistische Rathaus, im 19. Jahrhundert gebaut, befindet sich in der Nachbarschaft des Parque de la Constitucion. Die Kunstwerke innen berichten über die Geschichte Teneriffas.

Unterkunft:

Hotel „Aguere” (*), Obispo Rey Redondo 57, Tel. 25 94 90. 32 Zimmer. Doppelzimmer um 70 DM.

Pension „Berlin”, Calle Marcelino Perdomo Reyes 1, Nähe des Busbahnhofes, Tel. 25 50 43. Einfache Zimmer, recht klein. Doppelzimmer ab ca. 40 DM. Restaurant und Bar im Haus. Der Inhaber ist nicht etwa Berliner. Er ist Kanare, hat aber lange in Berlin gearbeitet und spricht sehr gut deutsch.

Hostal „Soria”, Calle Nava Grimon 20, Tel. 25 92 12, ab 30 DM. Man darf hier nicht zu hohe Ansprüche stellen.

Um von La Laguna auf die Straße 824 zum Pico del Teide zu gelangen, fährt man wieder stadtauswärts Richtung Autobahn und La Esperanza, unterquert die Autobahn jedoch und läßt den Nordflughafen rechts liegen. Auf der linken Seite der Friedhof St. Louis, rechts das Restaurant „Falcon Crest”. Empfehlenswert sind die Re-

staurants „Maja” und das Familien- Restaurant „El Junquito” (Kilometerstein 4), die direkt an der Hauptstraße liegen oder aber ausgeschildert sind. Die Speisekarten sind lang, die Menüs preiswert und umfangreich. Hinter La Esperanza liegt links der Straße der Bosque de La Esperanza. An der Bar „Los Raices” geht ein Weg links ab, der nach wenigen hundert Metern an einem Parkplatz mitten in einem herrlichen Wald endet. Das heutige Wanderparadies 1936 für General Franco ein Stirn platz, bevor er zum Spanischen gerkrieg mobilisierte. Ein Denk erinnert noch heute an den Gen

Auf der Weiterfahrt zum Pinn rief de steigt die Straße schnell on:: Montafta Grande sind es noch

m (Blick auf Santa Cruz;), bei Las Laguetas 1400 m, bei El Diabillo schon 1620 m. Die Berge erreichen im fon,. taria Arosa 2075 m und bei Puerto de Izaha 2300 m. An den Aussichtspunkten sollte man ruhig ein wenig verweilen und die Landschaft genießen: Kiefernwälder, eine klare Sicht über die Wolken hinweg

wieder der Pico del Teide. Im Winter kann die Straße vereist sein, es ist

also Vorsicht geboten.

durch das Orotava-Tal Puerto de la Cruz. Links geht es zum staatlichen Hotel Parador Nacional Cahadas del Teide und zur Drahtseilbahn am Fuße von Spaniens höchstem Berg. Pico del Teide: Das gesamte Areal um den Pico, wie er kurz genannt wird, ist ein Naturpark mit einer Fläche von 13 571 Hektar. Dieser Park wird auch Las Carladas genannt, was Hohlwege heißt und die tiefen Furchen und Schluchten im Gelände um den Vulkan bezeichnet.

Die Cariadas schließen den größten Krater der Welt ein, aus dessen 2000 m hoher Sohle sich mächtig der Pico del Teide mit über 3718 m und der kleinere Pico Viejo (3070 m) erheben. Der außergewöhnliche Ginsterwuchs begeistert Pflanzenfreunde, die klare Luft, der festgefrorene Schnee, in dem man bei schönstem Sonnenschein spielen kann, ist vor allem etwas für Kinder, die sich hier wie in den Voralpen fühlen dürfen.

Tatsächlich ist der Pico del Teide, um dessen Südseite die gut ausgebaute Straße 821 führt (später geht rechts davon die 823 ab), mit 3718 m höher noch als die Zugspitze.

Die Straße von Portillo de las Carladas führt kurz vor dem staatlichen Hotel an der Drahtseilbahn-Station vorbei. Sie wurde 1971 eröffnet und bringt vom Frühling bis zum Herbst

die Gäste in wenigen Minuten zur Bergstation auf 3555 m Höhe.

Zu Fuß kann man den Pico del Teide über einen Weg zwei Kilometer östlich der Seilbahn besteigen. Die Wanderung führt zunächst zur Bergstation Refugio de Altavista. Die Strecke ist steinig, die Sonne intensiv, und Schwefeldämpfe strömen aus dem Inneren des Vulkans. Und dennoch lohnt sich der lange Marsch wegen der Sicht über den gesamten Kanarischen Archipel.

Der Aufstieg dauert von der Straße etwa zwei Stunden. Das refugio ist ein Erlebnis! Es ist die preiswerteste Unterkunft der Kanaren, denn für 1,70 DM ist man dabei! Und das Haus ist sehr schön in einem etwas rustikalen Stil gehalten. Warme und kalte Getränke sind zu bekommen. Die Butterstullen muß man sich mitbringen. Decken sind vorhanden und man schläft in Etagenbetten.

Besonders abenteuerlich ist der Aufstieg von etwa eineinhalb Stunden hoch zum Gipfel morgens um 5.30 Uhr zum Sonnenaufgang! Wegen der Öffnungszeiten unten an der Seilbahnstation fragen. Achtung: Dicken Pullover mitnehmen.

Vom Pico del Teide aus fährt man nach Nordosten zurück, dann entweder weiter nach Norden ins OrotavaTal hinein oder rechts zurück nach La Laguna. Südwestlich führt die Stra-

ße bis zur Kreuzung unterhalb von El Cedro. Von hier aus führen die Straßen nach Playa del Medano oder nach Tamaimo und Los Gigantes.

Add A Comment

You must be logged in to post a comment.

Theme Provided By: Wordpress Theme - Colon Cleaner